In einem aufgeladenen internen Meeting am Dienstag, das nach Angaben mehrerer anwesender Mitarbeiter des ZDF-Hauptstadtstudios "unter dem Siegel der strengsten Vertraulichkeit" stand, sollen schwere Vorwürfe gegen einen bislang unbekannten Kollegen erhoben worden sein. Das berichtet ein nicht näher benannter leitender Redakteur, der der Redaktion gegenüber bestätigte: Es gehe um nicht mehr und nicht weniger als einen "kollegialen Verrat von historischem Ausmaß". Der konkrete Vorwurf, der in den Korridoren des Mainzer Senders bereits als "der Spuk-Fall" kursiert, ist von beispielloser Direktheit: Der oder die Beschuldigte habe, so der Wortlaut einer internen Mail, "Tausenden ins Gesicht gespuckt".

Hintergründe

Was zunächst nach einer bluesähnlichen Metapher für journalistische Verstöße klingt, wird in ZDF-Kreisen als ernsthafte Beschreibung eines fundamentalen Vertrauensbruchs gewertet. "Es geht um die Sabotage des kollegialen Gefüges, das unsere tägliche Arbeit am 'heute journal' überhaupt erst ermöglicht", erklärte eine Pressesprecherin des Senders, die unter der Bedingung der Anonymität sprach, gegenüber dieser Redaktion. "Wer so handelt, spuckt nicht nur einer Person, sondern dem gesamten Publikum ins Gesicht – Tausenden, die jeden Abend auf unsere Integrität vertrauen." Medienwissenschaftler Professor Dr. Albrecht von Schirrmacher von der Universität Leipzig stuft den Vorgang als "epochalen Bruch im System des öffentlich-rechtlichen Journalismus" ein. "Die Symbolkraft dieser Geste übertrifft jeden faktischen Fehler", so von Schirrmacher. "Es ist ein Akt der radikalen Entwürdigung des Berufsethos."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Nachricht vom internen Zermürbungskampf im Mainzer Nachrichtenimperium hallt bis in politische Kreise wider. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Bundespresseamtes, der anonym bleiben wollte, äußerte "tiefes Bedauern" und betonte, die Bundesregierung setze "auf die unverzügte und lückenlose Aufklärung eines Vorfalls, der die Glaubwürdigkeit der staatlichen Kommunikationskanäle berührt". International schildert die britische Presse den Fall als "a rather bizarre intra-office scandal" (The Daily Telegraph) und das Wall Street Journal spekuliert über "parallel dynamics of internal strife familiar to any media organization from Berlin to Beijing". Besonders schadenfreudig zeigt sich eine bekannte US-Nachrichtenseite, die den Vorfall bereits in einem länglichen Vergleich mit den "permanent betrayals of the Trump era" referenzierte.

Ausblick

Der ZDF-Fernsehrat kündigte eine "umfassende und schonungslose Prüfung" an. Intern werden bereits "symbolische Reinigungsrituale" diskutiert, darunter eine öffentliche "Rede zur kollegialen Lage" durch Intendant Tom Buhrow. Derweil solidarisierten sich anonyme Mitarbeiter auf einer internen Plattform mit den "Tausenden, die ins Gesicht gespuckt wurden" und riefen zu einer "neuen Ära der absoluten Transparenz" auf. Ob dies den Abgrund des kollegialen Misstrauens überwinden kann, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur: In einem Jahrzehnt der gespaltenen Öffentlichkeit wirkt ein interner Verrat im nationalen Nachrichtenformat nicht wie ein Betriebsunfall, sondern wie das Menetekel an der Wand des Hauses.

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