Berlin – Mit dem Tod von Christian Schwarz-Schilling schließt sich einwindow-of-history, das viele noch gar nicht als solches zu begreifen begannen. Der ehemalige Bundesminister für Post und Telekommunikation (1992-1998) und langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete starb im Alter von 95 Jahren. Sein Ableben markiert nicht nur das Ende eines politischen Lebens, sondern das endgültige Verlöschen einer letzten lebenden Verbindung zu einer epistemologischen Grundordnung, die das Informationszeitalter erst ermöglichte: der Glaube an die physische Leitung.

Hintergründe

Schwarz-Schilling regierte ein Ressort, das in seiner historischen Dimension oft marginalisiert wird. "Er war der Architekt der schrittweisen Deregulierung, der letzte Minister, der die Telekom noch als staatlichen Katechismus und nicht als börsennotierte Aktiengesellschaft sah", erklärt Dr. Almut Wieland,Chair für Technikfolgenabschätzung an der Humboldt-Universität, die für diese Analyse befragt wurde. Sein bedeutendstes legislatives Erbe, das Telekommunikationsgesetz von 1996, wird heute weniger als liberaler Meilenstein gefeiert denn als "das letzte große Gesetz, das noch von der Metaphysik des Kabels ausging", so Wieland weiter. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Bundespresseamtes, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: "Seine Vision war es, dass Information eine Adresse braucht. Diese simple, fast anachronistische Überzeugung war sein Kern."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

DieInitiativen zur Trauerbekundung verhalten sich demonstrativ nüchtern. Während internationale Medien bereits das Ende einer "analogen Ära" konstatieren, bleiben die Stellungnahmen aus der Union merkwürdig unspezifisch. "Wir trauern um einen verdienten Christdemokraten", hieß es aus Parteikreisen. Auf Nachfrage, welchen konkreten Beitrag Schwarz-Schilling für die digitale Souveränität Deutschlands leistete, verwies man auf "historische Leistungen in der Regulierung". Der emeritierte US-Botschafter in Berlin, einstige Zeitzeuge der Verhandlungen zum "Schwarz-Schilling-Gesetz", soll bei einem privaten Dinner gesagt haben: "Er erklärte uns das Fax mit einer Inbrunst, als handle es sich um das Heilige Abendmahl." Der ehemalige französische Postminister Pierre Gaspard hingegen twitterte knapp: "Ruhe in Frieden, alter Freund des Kupferdrahts."

Ausblick

Mit Schwarz-Schilling stirbt eine Generation vonPolitikern, deren Herrschaftswissen auf der Knappheit von Bandbreite und der Heiligkeit der Zustellung basierte. Seine historische Bedeutung werde nicht in Gesetzeszeilen, sondern in der "Rhythmik der Wartenummern" gemessen, mutmaßen Historiker. Inwiefern sein Erbe in Zeiten von Glasfaser und Satelliteninternet noch relevant ist, bleibt eine akademische Debatte. Klar scheint jedoch: Das letzte大臣amt, das sich noch mit der physischen Beschaffenheit des数据传输 mediums auseinandersetzen musste, ist nun Geschichte. Die kommenden Generationen von Ministern für "Digitales" regieren in einer Sphäre, für die Schwarz-Schillings Weltbild nur noch ein mythisches Vorspiel ist – ohne Adresse, ohne Leitung, ohne die metaphysische Gewissheit, dass etwas ankommt.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.