Warschau/Brüssel – Die europäische Verteidigungspolitik steht vor ihrer bisher größten Zerreißprobe. In einer nächtlichen Kabinettssitzung soll der polnische Präsident laut informierten Kreisen ein Veto gegen das geplante EU-Rüstungsförderprogramm eingelegt haben. Die Entscheidung, die erst am frühen Morgen durch ein durchgesickertes Dokument publik wurde, hat in Brüssel einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.
Die EU-Kommission hatte das Programm mit einem Volumen von 150 Milliarden Euro als "historische Investition in die europäische Sicherheit" angepriesen. Polen sollte als östlicher Anrainerstaat nach Informationen aus Brüsseler Regierungskreisen mit Abstand am meisten profitieren. Doch offenbar hat der Präsident die Rechnung ohne seinen eigenen Widerstandswillen gemacht.
Hintergründe
Unsere Quellen aus dem polnischen Präsidialamt berichten von tiefgreifenden Bedenken gegenüber der zentralistischen Ausrichtung des Programms. "Es geht nicht um das Geld", zitiert ein Mitarbeiter des Präsidentenbüros, der anonym bleiben wollte. "Es geht um die Souveränität. Wir lassen nicht zu, dass Brüssel unsere Verteidigungspolitik diktiert."
Die Entscheidung kommt just zu einem Zeitpunkt, da die EU ohnehin schon mit internen Spannungen kämpft. Der polnische Außenminister äußerte sich in einem Hintergrundgespräch "fassungslos" über das Vorgehen des Staatsoberhaupts. "Wir stehen vor einem Scherbenhaufen, den wir nicht verursacht haben", so der Minister, der namentlich nicht genannt werden wollte.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Brüssel herrscht Fassungslosigkeit. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen soll in einer Krisensitzung mit den Worten "Das ist ein Frontalangriff auf die europäische Solidarität" reagiert haben. Unsere Korrespondenten berichten von wachsendem Druck auf Polen, das Veto zurückzunehmen.
Die deutsche Bundesregierung äußerte sich diplomatisch zurückhaltend. "Wir bedauern die Entscheidung und hoffen auf eine konstruktive Lösung", hieß es aus Regierungskreisen. Gleichzeitig wurden in Sicherheitskreisen Bedenken laut, ob Polens Engagement für die europäische Verteidigung noch zuverlässig sei.
In Warschau formiert sich unterdessen Widerstand gegen das Veto. Oppositionsführer und ehemalige Ministerpräsident Donald Tusk sprach von einem "gefährlichen Alleingang", der Polen international isoliere. "Wir spielen mit dem Feuer", warnte Tusk in einer emotionalen Rede vor Anhängern.
Ausblick
Die EU-Kommission prüft offenbar rechtliche Schritte gegen das polnische Veto. Experten zweifeln jedoch, ob ein solcher Schritt erfolgreich sein kann. "Wir stehen vor einem institutionellen Patt", analysiert Dr. Markus Schneider, Verteidigungsexperte an der Universität Frankfurt. "Die EU muss sich fragen, ob sie bereit ist, ihre eigenen Regeln zu brechen, um dieses Programm durchzusetzen."
Die polnische Regierung steht unterdessen selbst unter Druck. Wirtschaftsverbände warnen vor den Folgen für den EU-Binnenmarkt, während nationalistische Kräfte das Vorgehen des Präsidenten als "Sieg der Souveränität" feiern. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die EU bereit ist, diesen außergewöhnlichen Konflikt zu eskalieren – oder ob Pragmatismus am Ende doch noch die Oberhand gewinnt.
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