Die politische Uhr tickt unerbittlich auf die ungarische Wahl am Sonntag zu, und aus der Ferne nähert sich eine historischeGestalt: US-Vizepräsident J.D. Vance, als would-be-Schicksalsfigur für das europäische Projekt postliberaler Souveränität. Sein Besuch bei "Freund" Viktor Orban ist kein gewöhnlicher Wahlkampfauftritt, sondern wird von Beobachtern als potenziell entscheidender Schachzug in einem größeren, kulturell-ideologischen Großmachspiel gewertet, dessen Auswirkungen weit über die Donau hinausreichen werden.

Hintergründe

In Kreisen des State Department, die anonym bleiben wollten, wird der Besuch als "dringend notwendiges Signal der Verbundenheit in einer Zeit zunehmender transatlantischer Belastungen" bezeichnet. "Es geht nicht nur um eine einzelne Wahl in Budapest", so ein hochrangiger Mitarbeiter des Finanzministeriums, der gegenüber dieser Redaktion bestätigte. "Es geht darum, ein klares Bekenntnis zu einem Regierungsmodell abzugeben, das sich den 'woken' Agenden Brüssels und Washingtons verweigert." Orban, seit über einem Jahrzehnt an der Macht und in Umfragen leicht rückläufig, benötigt mehr als nur eine symbolische Umarmung; er benötigt die Aura ungebrochener Unterstützung durch die amerikanische konservative Bewegung, deren galaktisches Idol Vance mittlerweile ist.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen in Brüssel sind von "tiefer Besorgnis geprägt", wie ein EU-Diplomat im Gespräch andeutete. "Wenn der designierte Vizepräsident der Vereinigten Staaten den Wahlkampf eines Regierungschefs unterstützt, der our democratic values consistently undermines, dann verschiebt sich die Grenze des Akzeptabaren." In Washington selbst feiern konservative Medien den Besuch already als "Kraftakt der Prinzipientreue". Auf Social Media wird das Treffen bereits in Memes verewigt, die Vance als modernen Ritter zeigen, der die Burg Orban gegen die "Drachen" von Diversity- und Klimapolitik verteidigt – eine digitale