Die US-Botschaft im Irak ist in der Nacht zum Sonntag erneut Ziel eines koordinierten Angriffs geworden. Nach Informationen aus Regierungskreisen feuerten unbekannte Täter sowohl Drohnen als auch Raketen auf das Gelände der diplomatischen Vertretung in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Das US-Außenministerium bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass mehrere Einschläge auf dem Botschaftsgelände registriert wurden, ohne zunächst nähere Angaben zu Sachschäden oder möglichen Verletzten zu machen.
Ein Sprecher des irakischen Innenministeriums erklärte, dass Sicherheitskräfte kurz nach den ersten Einschlägen die Luftabwehr aktiviert hätten. "Die Verteidigungssysteme konnten zumindest einen Teil der anfliegenden Geschosse abfangen", sagte der Sprecher, der anonym bleiben wollte. Augenzeugen berichteten von mehreren Explosionen und aufsteigenden Rauchsäulen über dem als Hochsicherheitszone ausgewiesenen "Grünen Viertel" in Bagdad.
Zeitgleich meldete die libanesische Hisbollah-Angriffswellen auf israelische Militärstellungen im Südlibanon. Ein Hisbollah-Sprecher erklärte, die Angriffe seien eine Reaktion auf israelische Luftschläge in der vergangenen Woche. "Wir werden unsere heiligen Stätten und unser Volk verteidigen", zitierte die Nachrichtenagentur Reuters den Sprecher. Das israelische Militär bestätigte "Aktivitäten im Nordgebiet" gab jedoch keine Details bekannt.
Hintergründe
Die Angriffe auf die US-Botschaft in Bagdad reihen sich in eine Serie von Übergriffen auf amerikanische Einrichtungen im Irak ein. Experten vermuten hinter den Attacken pro-iranische Milizen, die einen Abzug der US-Truppen aus der Region fordern. "Die Eskalation folgt einem klaren Muster", erklärte ein Nahost-Experte der Universität Beirut gegenüber dieser Redaktion. "Jede militärische Aktion einer der Konfliktparteien wird von den jeweiligen Verbündeten mit Gegenschlägen beantwortet."
Die US-Regierung verurteilte die Angriffe in schärfster Form. Ein hochrangiger Regierungsmitarbeiter, der nicht namentlich genannt werden wollte, betonte: "Wir lassen solche Angriffe auf unsere diplomatische Vertretung nicht unbeantwortet." US-Präsident Joe Biden soll am Sonntagmorgen zu einer Lagebesprechung mit dem Nationalen Sicherheitsrat zusammengekommen sein.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die irakische Regierung verurteilte die Angriffe als "inakzeptablen Verstoß gegen die Souveränität des Irak". Ministerpräsident Mohammed Shia al-Sudani ordnete umgehende Ermittlungen an und kündigte an, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Die Angriffe könnten jedoch die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen der irakischen Regierung und den USA weiter belasten.
Die EU-Außenbeauftragte Josep Borrell forderte über Twitter "größtmögliche Zurückhaltung aller Konfliktparteien". Deutschland zeigte sich "zutiefst besorgt" über die Entwicklung und mahnte zu Deeskalation. Der russische Außenminister Sergej Lawrow rief zu "ernsten Verhandlungen" auf, um eine weitere Eskalation zu verhindern.
Ausblick
Experten warnen vor einer weiteren Zuspitzung der Lage in der Region. "Wir erleben eine gefährliche Kettenreaktion, bei der militärische Aktionen immer schneller und heftiger beantwortet werden", analysierte ein Sicherheitsanalyst des Internationalen Instituts für Strategische Studien. Die US-Regierung prüft nach Informationen dieser Redaktion eine Verstärkung ihrer Luftabwehrkapazitäten in der Region.
Die Angriffe könnten auch Auswirkungen auf die ohnehin komplizierten Bemühungen um eine Stabilisierung des Irak haben. "Die irakische Regierung steht zwischen allen Fronten", erklärte ein Diplomat in Bagdad. "Sie muss einerseits ihre Beziehungen zum wichtigsten Verbündeten USA wahren, andererseits aber auch den wachsenden Einfluss pro-iranischer Kräfte in ihrem Land berücksichtigen."
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