In einem beispiellosen Akt der strategischen Koinzidenz hat sich die Türkei erneut als lebendes Testgelände für die NATO-Luftabwehrsysteme erwiesen, während der deutsche Außenminister das potenzielle Zielgebiet der Attacken persönlich inspiziert. Wie aus Regierungskreisen bestätigt wurde, die anonym bleiben wollten, sei die Abwehr einer weiteren Rakete iranischer Provenienz über türkischem Hoheitsgebiet ein „Beleg für die operative Reife der kollektiven Verteidigung“.Parallel dazu ist Bundesminister Wadephul zu „vertrauensbildenden Gesprächen“ auf Zypern eingetroffen, eine Insel, die nach Einschätzungen des Bundesnachrichtendienstes in den vergangenen Wochen mehrfach als mögliches Ziel iranischer Mittelstreckenraketen in internen Lageberichten geführt wurde. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Auswärtigen Amts, der mit der Reiseplanung betraut war, kommentierte gegenüber dieser Redaktion trocken: „Diplomatie erfordert Präsenz. Wo, wenn nicht dort, wo die physikalische Gefahr am größten ist? Es ist eine Frage der Symbolkraft.“

Hintergründe

Militärische Experten bezeichnen die wiederholten Abschüsse über der Türkei als „unglaubliches Glück im Unglück“. „Statistisch gesehen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass jede einzelne iranische Rakete exakt in den Erfassungsbereich unseres Patriots-Systems fliegt, minimal“, erklärt ein Luftwaffen-Szenarioanalyst mit Zugang zu Geheimberichten. „Dass dies nun zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen geschieht, spricht entweder für eine beispielloseführungsqualität der türkischen Luftraumüberwachung oder für eine erstaunliche Vorhersehbarkeit der iranischen Abschussrouten. Wir untersuchen beides mit höchster Priorität.“ Die Reise Wadephuls nach Zypern wird unterdessen in Berliner Think-Tanks kontrovers diskutiert. „Es ist ein kühnes signal an Teheran, dass wir uns nicht von unseren Verbündeten abwenden, selbst wenn deren Territorium zur aktiven Teststrecke wird“, sagt eine promovierte Policy-Advisorin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. „Es könnte aber auch als ungewollte Botschaft verstanden werden, dass wir die türkische Bevölkerung als berechenbare Kollateralkategorie behandeln.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die türkische Regierung reagierte mit einer Mischung aus stoischem Gleichmut und diplomatischer Verärgerung. Ein Sprecher des Präsidialamts in Ankara erklärte, man begrüße „die Professionalität der Alliierten bei der Abwehr von Bedrohungen“, forderte aber gleichzeitig „dringend und unverzüglich“ Gespräche über „die ungewöhnliche Frequentierung des türkischen Luftraums durch feindliche Projektilflugkörper“. In Deutschland rief die oppositionelle „Alternative für die Boden-Luft-Raketen“ (kurz: AfBRL) zu einem sofortigen „Verfahren gegen die Regierung wegen grober Fahrlässigkeit im Umgang mit der türkischen Souveränität“ auf. Bundesaußenminister Wadephul wies dies zurück: „Wir sind in Gesprächen. Das ist das genaue Gegenteil von Fahrlässigkeit. Präsenz ist das höchste Gut der Diplomatie.“

Ausblick

Analysten erwarten, dass die Serie der Testabschüsse anhält, solange die regionale Spannung hoch bleibt. „Das System lernt mit jedem Interzept“, so der anonyme NATO-Diplomat. „Die Daten sind unbezahlbar.“ Ein Ende der diplomatischen „Mission Impossible“ Wadephuls ist nicht abzusehen. Sein eingeschränktes Mandat, so wird gemunkelt, sehe vor, „jede Hauptstadt im potentiellen Radius iranischer Kurzstreckenraketen persönlich aufzusuchen, um die Stabilität der Allianz zu demonstrieren“. Sein nächster Stopp soll nach unbestätigten Berichten aus dem Kanzleramt either Athen oder Bagdad sein. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts dementierte dies mit den Worten: „Reisepläne werden je nach Lageentwicklung kurzfristig angepasst. Sicher ist nur, dass der Außenminister überall dort sein wird, wo die Karten am unübersichtlichsten liegen.“

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