Washington D.C. – Die Trump-Administration hat am Dienstag eine neuartige außenpolitische Vorgehensweise im Umgang mit dem Iran präsentiert, die in Kreisen des Washingtoner Establishments für fassungsloses Kopfschütteln sorgt. Unter dem Label eines „Strategiedialogs mit den Kapitalmärkten“ soll das Land aus der aktuellen Konfrontation mit Teheran „graduell und ohne überhastete Narrative“ geführt werden, wie ein hochrangiger Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrats, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion bestätigte.

Hintergründe

Das Kernstück der neuen Linie, die intern als „Zick-Zack-Paradox operationalisiert“ bezeichnet wird, besteht aus zwei parallel laufenden Maßnahmensträngen, die sich in ihrer Logik offenbar widersprechen: Erstens wurde bekannt, dass das Finanzministerium im Rahmen einer „psychologischen Stabilisierungsmaßnahme für die heimischen Futures-Märkte“ erste Sanktionen gegen iranische Hafenbetreiber und Handelsbanken bereits vor Wochen stillschweigend gelockert hat. „Wir schaffen positive Erwartungshorizonte“, so ein Sprecher des Ministeriums. Zweitens, und völlig unabhängig davon, wie aus Pentagon-Kreisen verlautete, werde die Präsenz der 5. Flotte im Persischen Golf durch „rotierende Verstärkungselemente“ aufgestockt – eine Maßnahme, die der „Abschreckung durch Präsenzdynamik“ diene.

„Es ist ein dialektischer Ansatz“, erklärte ein ehemaliger Berater des Office of Management and Budget, der unter falschem Namen zitierte. „Man sendet ein klares Signal der Dekalation an die Börsen von Chicago und Frankfurt, während man gleichzeitig ein ebenso klares Signal der Eskalation an die Revolutionsgarden in Bandar Abbas sendet. Die beiden Signale neutralisieren sich im Idealfall in einer Zone der strategischen Ambivalenz, die dem Iran den strategischen Kompass raubt.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

In Berlin zeigte man sich „zur Kenntnis genommen, aber nicht erhellt“. Regierungssprecher Steffen Seibert verwies auf die „fortbestehende transatlantische Abstimmung“, ließ aber durchblicken, dass man „die unterschiedlichen Frequenzen in der Kommunikation zur Kenntnis nehme“. In Moskau kommentierte Außenminister Sergei Lawrow trocken: „Wir beobachten mit Interesse dieses neue Genre der „konkurrierenden Parallelität“ und sind gespannt auf die ersten künstlerischen Resultate.“

An der Wall Street herrscht hingegen Optimismus. „Die demarkationale Unsicherheit ist genau das, was wir brauchen“, sagte ein Fondsmanager einer großen Investmentbank. „Solange niemand weiß, was als nächstes kommt, sind alle Optionen am Markt preislich relevant. Das treibt die Volatilität, und Volatilität ist unser Geschäft.“

Ausblick

Demokratische Kongressabgeordnete haben bereits angekündigt, die „logische Kohärenz“ der neuen Doppelstrategie in einer Sondersitzung des Auswärtigen Ausschusses hinterfragen zu wollen. Experten gehen davon aus, dass der „Strategiedialog“ so lange fortgesetzt wird, bis sich eine der beiden Parallelitäten – entweder der diplomatische Kurs oder die militärische Präsenz – als dominanter Narrativ durchsetzt oder aber beide in einem Zustand ewiger, sich selbst aufhebender Gegenläufigkeit erstarren. Das „Zick-Zack-Paradox“ könnte so zum ersten eigenständigen außenpolitischen Konzept der zweiten Amtszeit avancieren: eine Politik, die durch ihre eigene, permanent aktivierte Selbstaufhebung definiert ist.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.