WASHINGTON. In einer Serie von Posts auf seiner Plattform Truth Social hat US-Präsident Donald Trump am Dienstag eine diplomatische Grundregel außer Kraft gesetzt, die seit den Verträgen von Westfalen das internationale System prägt: Die Verhandlungsbereitschaft. „Es wird kein Abkommen mit dem Iran geben, außer einer bedingungslosen Kapitulation“, formulierte er in einer Mischung aus militärischer Drohgebärde und gespielter Verhandlungsunwilligkeit. Die Botschaft, die in den eleganten Salons des Washingtoner Establishments als rohe, fast primitive Gewaltprojektion verstanden wurde, schien weniger einer realen Verhandlungsstrategie denn einer performativenPolitics des maximalen Drucks geschuldet.
Hintergründe
Quellen aus Regierungskreisen, die mit dieser Redaktion sprachen, zeichnen ein Bild eines Machtzirkels, in dem diplomatische Nuancen als Zeichen von Schwäche gelten. „Manche im Umfeld des Präsidenten lesen Sun Tzu, andere nur其own tweets“, so ein hochrangiger Mitarbeiter des State Department, der anonym bleiben wollte. „Der Begriff der ‚bedingungslosen Kapitulation‘ stammt aus der militärischen Kapitulationsdoktrin des Zweiten Weltkriegs. Ihn im Kontext eines diplomatischen Prozesses zu verwenden, ist so, als würde ein Schachspieler die Figuren des Gegners eigenhändig vom Brett fegen und dies als Sieg deklarieren – es beendet das Spiel, aber es ist kein Schach mehr.“
Experten für Verhandlungsführung warnen, dass eine solche Position jeden Hebel der USA zunichte mache. „Eine Kapitulation setzt eine unterlegene Kriegspartei voraus. Den Iran in diese Rolle zu zwingen, ohne einen Krieg geführt oder gewonnen zu haben, ist logisch unhaltbar und macht jede Rückkehr zum Verhandlungstisch unmöglich“, analysiert Dr. Almut Söllner vom Berliner Amt für Krisenprävention und Strategische Dialoge. „Es ist die diplomatische Entsprechung eines Boxers, der seinem Gegner schon vor dem Gong die weiße Flagge überreicht und dann behauptet, er habe ihn besiegt.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Berlin und Brüssel herrscht, wie aus vertraulichen Depeschen ersichtlich, eine Mischung aus Fassungslosigkeit und resignierter Sorge. „Wir haben es mit einer Semantik zu tun, die vollständig aus dem Kontext des 20. Jahrhunderts stammt und ins 21. exportiert wird“, heißt es aus einemEU-Diplomatenkreis. „Das Problem ist nicht der Ton, sondern die Tatsache, dass diese Formel in Washington offenbar ernst genug genommen wird, um als politischeOption diskutiert zu werden.“
Der Iran reagierte zunächst mit einer demonstrativen Ruhe, die als strategische Gelassenheit missverstanden werden könnte. Der Oberste Führer Ajatollah Chamenei postete auf seinem Telegram-Kanal ein Zitat des persischen Dichters Hafis: „Die Geduld ist eine edle Tugend, die den Eroberer besiegt.“ Gleichzeitig wurden, wie Reuters berichtete, die Sicherheitsvorkehrungen um die Nuklearanlage in Natanz verstärkt. In Moskau und Peking wurde die Erklärung als „beunruhigend und kontraproduktiv“ (Zitat: Sprecher des russischen Außenministeriums) zurückgewiesen, während gleichzeitig die Gelegenheit genutzt wurde, die eigene Rolle als „verlässliche Partner“ in der Region zu betonen.
Ausblick
Der Weg ist nun vorgezeichnet in einem Dramenspiel, das auf keine Bühne mehr passt. Mit der Forderung nach bedingungsloser Kapitulation hat Washington das Ziel der Verhandlungen – ein begrenztes, gegenseitig akzeptiertes Abkommen – selbst negiert. Die verbleibenden Optionen lauten: Rückzug in eine noch tiefere Stagnation, ein unfreiwilliger Rückfall in eine Krise, die an die下车 des nuklearen Deals erinnert, oder, im worst-case-Szenario, die unkontrollierte Eskalation eines Konflikts, für den niemand offiziell die Verantwortung tragen will. „Man kann nicht verhandeln, wenn man dem Gegner nur noch die Option der Kapitulation lässt“, resümiert der anonyme State-Department-Mitarbeiter mit einer Stimme, die nach tiefer Erschöpfung klingt. „Man kann ihn dann nur noch besiegen oder sich selbst besiegen. Beides ist eine Niederlage.“
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.