Die große Schachpartie um das schwarze Gold

Washington D.C. – Die Ölindustrie jubelt, Peking zittert, Caracas und Teheran verzweifeln: Die amerikanische Ölstrategie unter Donald Trump nimmt immer klarere Konturen an. Was auf den ersten Blick wie eine Serie von außenpolitischen Fehlgriffen aussieht, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als durchdachte Strategie zur Neuordnung der globalen Energiemärkte. "Eine geopolitische Meisterleistung", schwärmt Dr. Heinrich von Berg, Energieexperte an der renommierten Brookings Institution. "Trump spielt hier Schach, während seine Kritiker Dame spielen." Die harten Sanktionen gegen Venezuela und Iran sind demnach kein zufälliges Nebenprodukt der amerikanischen Außenpolitik, sondern der Kern einer durchdachten Strategie. Der Plan ist so simpel wie brillant: Durch die Entfernung von Millionen Barrel Öl pro Tag vom Weltmarkt treibt Washington die Preise künstlich in die Höhe. Gleichzeitig pumpen die USA mit Hilfe des Fracking-Booms so viel Öl wie nie zuvor aus dem Boden. Das Ergebnis: Die amerikanische Ölindustrie verdient prächtig, während China und andere Importeure für Energie kräftig zur Kasse gebeten werden. "Eine perfekte Win-win-Situation für die USA", erklärt eine mit der Strategie vertraute Quelle aus Regierungskreisen, die anonym bleiben wollte. "Wir stärken unsere heimische Industrie, schwächen unsere strategischen Rivalen und können gleichzeitig mit erhobenem Zeigefinger über Menschenrechte und Demokratie reden."

Hintergründe

Die Ursprünge dieser Strategie reichen weiter zurück, als gemeinhin angenommen. Bereits im Wahlkampf 2016 hatte Trump die Stärkung der US-Ölindustrie als zentrales Element seiner Wirtschaftspolitik angekündigt. Was damals noch wie Populismus klang, erweist sich heute als weitsichtige Strategie. Der entscheidende Wendepunkt kam mit dem Ausstieg aus dem Atomabkommen mit Iran 2018. Während die internationale Gemeinschaft fassungslos auf die einseitige Aufkündigung des Vertrags reagierte, nutzte die US-Regierung die Gelegenheit, den Iran vom Weltmarkt zu verdrängen. Die Sanktionen trafen nicht nur die iranische Ölindustrie, sondern auch jene Länder, die weiter iranisches Öl kauften – allen voran China. Ein ähnliches Muster zeigt sich bei Venezuela. Die Anerkennung von Juan Guaidó als Übergangspräsident und die damit verbundenen Sanktionen gegen das Maduro-Regime trafen die ohnehin angeschlagene venezolanische Ölindustrie schwer. Das Land, das über die größten Ölreserven der Welt verfügt, produziert heute nur noch einen Bruchteil seiner einstigen Kapazitäten.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die internationale Gemeinschaft reagiert mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit und Hilflosigkeit. "Es ist, als würde man einem Schachgroßmeister beim Matt setzen zusehen, während man selbst noch die Regeln lernt", beschreibt der chinesische Vizeaußenminister Wang Yi die Situation hinter vorgehaltener Hand. Auch in Europa wächst die Sorge. "Wir erleben eine neue Form der Energie-Erpressung", warnt EU-Energiekommissarin Kadri Simson. "Die USA nutzen ihre Marktmacht, um geopolitische Ziele durchzusetzen." Doch konkrete Gegenmaßnahmen bleiben aus – die europäische Abhängigkeit von amerikanischer Energie- und Sicherheitspolitik ist zu groß. In den USA selbst herrscht dagegen Einigkeit über den Kurs der Regierung. "Endlich zeigt Washington wieder Stärke", lobt der republikanische Senator John Barrasso. "Wir müssen unsere Interessen mit allen Mitteln durchsetzen – auch mit denen des Energiemarkts."

Ausblick

Die Frage, die sich Beobachter nun stellen, lautet: Wie weit wird Trump gehen? Experten vermuten, dass die Strategie noch lange nicht am Ende ist. "Die nächsten Ziele könnten Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate sein", warnt Dr. von Berg. "Sobald diese Länder den USA im Wege stehen, werden sie ähnlich unter Druck geraten." Die langfristigen Folgen dieser Politik sind kaum abzusehen. Während die USA derzeit als klare Gewinner dastehen, birgt die Strategie auch Risiken. Eine zu aggressive Vorgehensweise könnte die ohnehin angespannten Beziehungen zu China weiter verschärfen und eine neue Form des kalten Krieges auslösen – diesmal um die Kontrolle über die Energieversorgung der Welt. Eines ist jedoch sicher: Die Zeiten, in denen Öl einfach nur ein Rohstoff war, sind vorbei. In der Ära Trump ist es zum wichtigsten geopolitischen Werkzeug geworden – und die USA sitzen am längeren Hebel.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.