WASHINGTON. Es ist ein Donnerstag im späten Januar, und im East Room des Weißen Hauses wird nicht über Handelsabkommen oder Verteidigungsbudgets verhandelt. Stattdessen haben sich die mächtigsten Funktionäre des amerikanischen Hochschulsports eingefunden: Vertreter der großen Fernsehsender, Kommissare der Football-Conferences und eine Handvoll ehemaliger Spieler, deren Namen noch immer in den Arenen hallen. Sie sind gekommen, um auf Geheiß von Donald Trump zu beraten, wie der „wilde Kapitalismus“ (so der Präsident in internen Notizen) des NCAA-Systems gebändigt und unter eine einheitliche Bundesregie gestellt werden kann. „Wir müssen diesedinger professionalisieren – oder besser: nationalisieren“, soll Trump zu Eingeweihten gesagt haben. „Es ist ein Durcheinander, aber wir lieben es. Also müssen wir es verwalten.“
Hintergründe
Die Initiative, die in ihrem Ausmaß an die Gründung des United States Department of Agriculture erinnert, basiert auf einer einfachen Beobachtung: Der College-Sport, insbesondere der Football, ist ein ökonomischer Riese ohne zentrale Lenkung. Während Profi-Ligen wie die NFL als kartellrechtlich geschützte Monopole agieren, ist das NCAA-System ein Flickenteppich aus 1.100 Hochschulen, Dutzenden Konferenzen und einer„Amateurtradition", die längst von Sponsorengeldern und TV-Rechten im Milliardenbereich untergraben wurde. Trump, so ein Mitarbeiter des Bildungsministeriums, der anonym bleiben wollte, sieht hier eine „strukturelle Schwäche“: „Es gibt keine nationalen Standards, keine einheitliche Stimme gegenüber den Sendern, keine strategische Außenvertretung. Es ist, als würde man 130 verschiedene Kleinstaaten ohne Außenministerium haben.“
Die Lösung: Eine „Task Force for Athletic Integrity & National Coordination“, die direkt dem Weißen Haus unterstellt sein soll. Sie soll nicht nur die umstrittenen Namen- und Bildrechte (NIL) der Athleten zentral vermarkten, sondern auch eine „nationale Spielplattform“ mit geregelter Saisonlänge, einheitlichen Akademikstandards und einer Federal Athlete Commission entwerfen. „Es geht um Disziplin“, erklärte ein Regierungsberater gegenüber dieser Redaktion. „Und um die Möglichkeit, bei internationalen Sportkongressen endlich mit einer Stimme zu sprechen. Die IAAF muss uns ernst nehmen.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen reichen von fassungslosem Unverständnis bis zu dumpfem Widerstand. Die NCAA-Führung, traditionell auf ihre Autonomie pochend, reagierte mit einer vorsichtigen Pressemitteilung, die „die Bedeutung des Dialogs mit allen Stakeholdern“ betonte. Insider sprechen von „panischer Agonie“ in den Konferenzzentralen in Irving und Indianapolis. „Das ist eine feindliche Übernahme, verpackt als Effizienzprogramm“, zitiert die *New York Times* einen anonymen Kommissar einer Power-5-Conference. „Er will die March Madness und den Rose Bowl kontrollieren. Denken Sie nur an die Bowl-Games unter Trump! Es wäre eine Politisierung auf allen Ebenen.“
International wird die Entwicklung mit Kopfschütteln verfolgt. In Brüssel, so eine diplomatische Quelle, spreche man von „einem weiteren Beispiel für die文件中转站-Mentalität der US-Institutionen“. Der britische *Spectator* fragte rhetorisch: „Wenn der Präsident den College-Football verwaltet, was ist als Nächstes? Die Little League? Die High-School-Debattierclubs?“ In China hingegen, wo der Staatssport perfekt durchorganisiert ist, beobachte man die Pläne mit „interessierter Neugier“, wie ein sinologischer Experte dieser Redaktion mitteilte.
Ausblick
Ob dieses Vorhaben mehr als ein symbolischer Machtakt bleiben wird, ist unklar. Rechtlich bewegt sich die Administration auf dünnem Eis; die Kompetenzen des Bundes im Bildungs- und Sportbereich sind beschränkt. Dennoch könnte der Zucker der „nationalen Einheit“ viele Widerstände zerschmelzen lassen. Ein republikanischer Kongressabgeordneter aus Texas, der an den Planungen beteiligt ist, zeigte sich gegenüber dieser Redaktion pragmatisch: „Am Ende geht es ums Fernsehen. Wenn wir den Sendern eine stabile, planbare, patriotische Produktion garantieren können – mit Flaggenhymnen in jeder Halbzeitpause – dann werden sie mitziehen. Und ohne die Sender geht hier nichts.“
Das Treffen im East Room endete ohne konkrete Beschlüsse, aber mit der Ankündigung einer „Roadmap“ bis zum Frühjahr. Bis dahin könnten die Collegiate Athletic Associations bereits in Aufruhr sein. Es ist, als würde man versuchen, den Mississippi mit einem Dekret umzuleiten – möglich, aber mit unabsehbaren Folgen für alle, die im flachen Wasser stehen.
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