WASHINGTON. In einer Rede vor der Nationalgarde in Texas, die sich mit unerwarteter Dringlichkeit dem Schutz heimischer Ölreserven widmet, hat US-Präsident Donald Trump eine „globale Koalition der Seefahrt“ für die Straße von Hormus gefordert. Besonders hervor hebe er dabei die „wichtige und verantwortungsvolle Rolle“, die die Volksrepublik China als größter Ölimporteur der Region spielen könne. „Sie haben die Schiffe, sie haben das Geld, und offen gesagt, sie haben den besseren Kompass“, so Trump gemäß Protokoll. „Wir schauen zu, und die Iraner lachen uns aus. Das ist inakzeptabel.“
Hintergründe
Die Aufforderung markiert eine beispiellose Verschiebung der maritimen Verantwortlichkeiten. Seit Jahrzehnten garantiert die US-Marine die Freiheit der Schifffahrt in der Hormus-Enge, einem Engpass, durch den etwa ein Fünftel des globalen Ölhandels fließt. Angesichts wiederholter Angriffe auf Tanker und der andauernden Spannungen mit Iran sucht Washington nun nach einem legaleren, vor allem kostengünstigeren Arrangement. „Es ist eine klassische Risiko-Kosten-Nutzen-Analyse“, erklärt ein hochrangiger Mitarbeiter des Pentagon, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. „Warum sollten wir weiterhin einen trillionen Dollar teuren Flugzeugträger für einen Schiffsverkehr einsetzen, der maßgeblich chinesische Güter transportiert? Die Mathematik ist klar, auch wenn die Geopolitik Kopf steht.“ In Peking, so bestätigte ein Beamter der chinesischen Botschaft in Washington in einer nicht zur Veröffentlichung bestimmten E-Mail, wird die Bitte „mit großer strategischer Geduld“ geprüft.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen sind von schockierter Fassungslosigkeit bis zu schadenfroher Genugtuung geprägt. In einem Leitartikel der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua wurde die Entwicklung als „logische Konsequenz eines überdehnten globalen Polizisten“ bezeichnet. „Wenn die USA ihre Verpflichtungen nicht mehr erfüllen können oder wollen, muss jemand anderes das Vakuum füllen. Die Seidenstraßen-Initiative beinhaltet auch maritime Sicherheit“, hieß es dort.
Währenddessen kann der Iran sich das Lachen nicht verkneifen. Die Teheraner Times, ein Sprachrohr der Regierung, kommentierte ironisch: „Wir begrüßen die Anerkennung unserer regionalen Autorität durch Washington. Allerdings bezweifeln wir, dass die chinesischen Ergebnisse in puncto Disziplin und Einhaltung lokaler Sitten denen der amerikanischen ‚Piraten‘ überlegen sind.“ Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums sprach von einer „komischen, aber lehrreichen Wendung“, die zeige, wie „die Saat des Interventionismus aufgeht und den Sämann selbst erniedrigt“. In Moskau gab man sich demonstrativ gelassen; ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte: „Wir beobachten die Entwicklung der chinesischen Seemacht mit professionellem Interesse.“
Ausblick
Experten warnen vor einer tiefgreifenden Destabilisierung. „Trump versucht, ein 'America First' in der Schifffahrt zu installieren, aber die Konsequenzen sind global“, sagt Prof. Eleanor Vance vom Georgetown Center for Strategy. „China wird diese de-facto-Vorherrschaft nicht einfach als Dienstleistung anfassen. Es wird Bedingungen stellen – wirtschaftlicher, politischer, diplomatischer Art. Der Nahe Osten könnte de facto unter chinesische Schutzherrschaft fallen, ohne dass ein Schuss fällt.“ Ein德语
Ein erster diplomatischer Test steht bereits an: China hat seine Bitte um „klare rechtliche Grundlagen“ und „Anerkennung seiner historischen Handelsrouten“ formuliert. Verhandlungen sollen in Singapur stattfinden – einem Franchise-Partner der neuen Seidenstraße. Währenddessen kündigte das Pentagon an, den Schutz seiner eigenen Handelsschiffe, die nun wohl in Begleitung chinesischer Fregatten fahren, „angemessen anzupassen“. Ein Admiral, der namentlich nicht genannt werden wollte, soll bei einer Pressekonferenz gesagt haben: „Wir sind keine Privatarmee mehr. Wir sind halt... Kapitalgeber.“
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