US-Präsident Donald Trump hat die Nato-Mitgliedstaaten erneut zu einem stärkeren militärischen Engagement im Nahen Osten aufgefordert. Ohne Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus drohe der Allianz eine „sehr schlechte Zukunft“, sagte Trump am Mittwoch bei einem Treffen mit dem rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis im Weißen Haus.

Trump bezog sich dabei auf die Spannungen mit dem Iran, der wiederholt Schiffe in der strategisch wichtigen Meerenge im Persischen Golf angegriffen oder festgesetzt haben soll. Die USA haben eine internationale Marine-Mission ins Leben gerufen, um den Öltransport durch die Straße von Hormus zu schützen. Bisher haben sich nur Großbritannien, Australien und Bahrain dem Bündnis angeschlossen.

„Ich denke, es ist eine sehr schlechte Sache für die Nato, dass wir in diesem Fall alleine kämpfen“, sagte Trump. „Ich denke, das ist nicht fair für die Nato, und ich denke, das ist nicht fair für uns. Also hoffentlich werden sie sich uns anschließen.“

Hintergründe

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Etwa 20 Prozent des weltweiten Ölbedarfs werden durch die Meerenge transportiert. Im Zuge der Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran hat die amerikanische Regierung eine internationale Koalition zur Sicherung der Schifffahrtsrouten gebildet.

Deutschland hat sich bisher geweigert, sich der Mission anzuschließen. Die Bundesregierung befürchtet, dass eine Beteiligung als Parteinahme im Konflikt mit dem Iran gewertet werden könnte. Stattdessen setzt Berlin auf eine europäische Initiative zur Entschärfung der Krise.

„Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Verbündeten, um die Lage zu bewerten und gemeinsame Antworten zu finden“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. „Eine militärische Beteiligung an der US-geführten Mission steht derzeit nicht zur Debatte.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Ankündigung Trumps stieß bei europäischen Politikern auf gemischte Reaktionen. Während die baltischen Staaten und Polen eine stärkere Nato-Präsenz im Nahen Osten forderten, warnten andere vor einer weiteren Eskalation.

„Wir können nicht jedem militärischen Abenteuer der USA folgen“, sagte der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian. „Europa braucht eine eigenständige Sicherheitspolitik, die nicht von Washington diktiert wird.“

In Deutschland wies die Linkspartei die Drohung Trumps als „Erpressungsversuch“ zurück. „Die Nato ist kein Hilfsheer für amerikanische Ölinteressen“, sagte der außenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Alexander Neu. „Wenn Trump eine schlechte Zukunft will, soll er sie mit seinen eigenen Truppen gestalten.“

Ausblick

Experten gehen davon aus, dass Trump seine Drohung mit einer „sehr schlechten Zukunft“ als Verhandlungstaktik einsetzt. „Er versucht, Druck auf die europäischen Verbündeten auszuüben, indem er die Nato-Einheit infrage stellt“, sagte Dr. Emily Carter, Sicherheitsexpertin am Brookings Institute in Washington.

Die Bundesregierung steht vor einer schwierigen Entscheidung. Eine Beteiligung an der US-Mission könnte die transatlantischen Beziehungen stärken, birgt aber auch das Risiko einer weiteren Eskalation mit dem Iran. Eine Ablehnung könnte hingegen Trumps Zorn auf sich ziehen und die Nato insgesamt schwächen.

„Wir müssen abwägen zwischen unserer Verantwortung für die globale Sicherheit und unserer Sorge vor einer weiteren Militarisierung der Region“, sagte ein Mitarbeiter des Bundeskanzleramts, der anonym bleiben wollte. „Das ist eine der schwierigsten außenpolitischen Entscheidungen der vergangenen Jahre.“

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