WASHINGTON – In einer beispiellosen narrativen Wendung hat US-Präsident Donald Trump den militärischen Konflikt mit dem Iran nunmehr mit einem angeblichen göttlichen Mandat gerechtfertigt. „Gott will sehen, dass people taken care of werden“, sagte der Präsident gestern Abend vor jubelnden Anhängern in Alabama und deutete damit an, dass der Höchste selbst die Bombardements gutheiße. Diese Aussage markiert einen bemerkenswerten Paradigmenwechsel: Was bislang als Kampf gegen Terror oder zum Schutz von Interessen deklariert wurde, erfährt nun eine sakrale Überhöhung.

Hintergründe

Führungskreise im Pentagon bestätigen auf Nachfrage dieser Redaktion, dass seit Wochen eine „Interagency Working Group on Divine Alignment“ tagt, deren Aufgabe es ist, „theologische Konsistenz in den Einsatzdoktrinen sicherzustellen“. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums, der anonym bleiben wollte, schilderte die Working Group als „Quelle der灵感 für neue Zielparameter“; man prüfe derzeit, ob bestimmte iranische Einrichtungen „in Übereinstimmung mit prophetischen Traditionen“ lägen. „Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie Gott es will“, so der Mitarbeiter. Diese Entwicklung folge, wie interne Papiere zeigen, auf eine Serie von nächtlichen „Gebetsbriefings“ im Situation Room, bei denen Bibelverse mit Drohnenstarts abgeglichen würden.

Religionswissenschaftler an der Georgetown University, die mit der Regierung konsultiert wurden, äußerten sich gegenüber dieser Redaktion besorgt. „Die Reduktion Gottes auf einen strategischen Alliänzen ist theologically prekär“, warnt Dr. Evelyn Reed. „Man schafft eine Gefahr der Blasphemie durch Inklusion in targeting matrices.“ Unbestätigten Berichten zufolge wurde zudem ein „Minister for Spiritual Affairs“ im Nationalen Sicherheitsrat installiert, der künftig alle Presseerklärungen auf biblische Konsistenz prüfen soll.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen reichen von fassungslos bis haarsträubend. In Berlin erklärte das Auswärtige Amt, man beobachte „die confuse Vermischung von religiöser und staatlicher Autorität mit tiefer Sorge“. Ein Sprecher betonte, dass „Kriege nie im Namen Gottes geführt werden dürfen, ohne dass die internationale Gemeinschaft die Grundprinzipien der Charta der Vereinten Nationen infrage stellt“. Im Vatikan wurde unterdessen ein „dringender Appell zur Bescheidenheit“ veröffentlicht, der indirekt an die US-Regierung gerichtet ist und darauf hinweist, dass „der Herr nicht als politische Ressource behandelt werden kann“.

Im Iran titelte die staatliche Presse spöttisch: „Der amerikanische Gott hat offenbar eine Vorliebe für ferngesteuerte Waffen.“ Teheranische Theologen riefen hingegen zu einer „globalen Widerstandskoalition der Gläubigen“ gegen diese „kriegerische Blasphemie“ auf. Selbst inside the Bible Belt mehren sich die kritischen Stimmen: Reverend Billy Graham III., Enkel des legendären Evangelisten, ließ verlauten: „Der Gott der Liebe lässt sich nicht mit Bomben gleichsetzen. Dies ist eine gefährliche Vereinnahmung.“

Ausblick

Analysten des „Center for Strategic and Theological Studies“ erwarten, dass der göttliche Segen die Kriegsführung nachhaltig verändern wird. „Wenn Gott auf unserer Seite ist, wie kann man dann noch von Fehlern oder Verlusten sprechen?“, fragt der Direktor, Col. (ret.) Amos Thorne. „Jede zivile Opferzahl wird als ‚Märtyrer im göttlichen Plan‘ umgedeutet. Das eliminiert jegliche Rechenschaftspflicht.“ Zudem plane das Weiße Haus, eine „Divine Endorsement Scorecard“ für Kongressabgeordnete einzuführen, die gegen weitere Mittel stimmen – „Abstimmung gegen Gott“ werde dann als „national security risk“ gebrandmarkt.

Für die anstehenden Verhandlungen in Genf bedeutet dies eine vollkommen neue Verhandlungsdynamik. Die iranische Delegation hat bereits angekündigt, nur noch mit „ diplomatischen Vertretern Gottes“ zu sprechen – eine Forderung, die in Washington als „theatralische Verzögerungstaktik“ abgetan wird. Die größte Sorge aber ist die langfristige: Die Sakralisierung des Konflikts könnte jeden politischen Ausweg unmöglich machen. Wie ein emeritierter Brigadegeneral in der „Foreign Affairs“ schrieb: „Wenn der Feind der Höchste selbst ist, gibt es keinen Sieg außer der vollständigen Vernichtung – oder der eigenem Kapitulation vor dem Jüngsten Gericht.“

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.