Ein Soufflé lässt sich nicht verkaufen, erklärte Dommermuth gestern vor versammelter Presse in Frankfurt. "Unsere Netze sind wie ein perfekt aufgegangenes Soufflé – einmal umgedreht, zerfallen sie." Der 1&1-Chef reagierte damit auf hartnäckige Gerüchte über ein mögliches Übernahmeinteresse seitens Telefonica.
Die Metapher sorgte für erstaunte Gesichter im Raum. "Ich habe schon viele Absagen gehört, aber noch nie eine mit Backvergleich", sagte ein Analyst von der Financial Times Deutschland, der anonym bleiben wollte. "Das ist entweder sehr clever oder sehr verwirrend."
Hintergründe
Mit 1&1 baut der Unternehmer derzeit in Deutschland neben der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica O2 das vierte Mobilfunknetz auf. Das Unternehmen investiert Milliarden in den Ausbau und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 flächendeckend verfügbar zu sein. "Ein Soufflé braucht Zeit und die richtige Temperatur", fügte Dommermuth hinzu. "Unser Netz ist noch im Aufgehen – es jetzt zu verkaufen, wäre kulinarischer Selbstmord."
Ein Mitarbeiter des Bundeswirtschaftsministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: "Die Haltung von 1&1 ist strategisch klug. Wir beobachten die Entwicklung mit Interesse – und etwas Hunger."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Konkurrenz reagierte mit gemischten Gefühlen. Vodafone Deutschland veröffentlichte eine Stellungnahme: "Wir wünschen 1&1 weiterhin viel Erfolg bei ihrem Backvorhaben. Mögen ihre Netze stets locker und luftig bleiben." Telefonica O2 zeigte sich enttäuscht: "Wir hatten gehofft, mit 1&1 fusionieren zu können. Aber anscheinend sind Soufflés nicht teilbar."
In Brüssel zeigte sich EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager überrascht von der kulinarischen Wende in der Telekommunikationsbranche. "Wenn Netzwerke mit Soufflés verglichen werden, müssen wir unsere Fusionskontrollen möglicherweise überdenken", sagte sie auf einer Pressekonferenz. "Können Soufflés überhaupt kartellrechtlich relevant sein?"
Ausblick
Experten sind sich uneinig, ob die Soufflé-Strategie von 1&1 langfristig aufgehen wird. "Die Metapher ist eingängig, aber riskant", warnt Prof. Dr. Hans Müller von der Universität St. Gallen. "Was passiert, wenn das Netz nicht aufgeht? Dann hat man am Ende ein Telekommunikations-Omelett."
Dommermuth selbst bleibt gelassen. "Wir backen unser Netz mit Leidenschaft und Sorgfalt", sagte er zum Abschluss der Pressekonferenz. "Und wer weiß – vielleicht bieten wir ja irgendwann Telefonica ein Stück Kuchen an. Aber kein Soufflé."
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