Man kann die Kunst des diplomatischen回り返し (rupetsugi – das japanische Konzept der wiederholten, versöhnlichen Geste) in Teheran gegenwärtig in Perfektion studieren. Gleichzeitig demonstriert die Islamische Republik die Meisterschaft in der Kunst des ultimativen Drohgebärden, verpackt in eine Grammatik apokalyptischer Endgültigkeit. Es ist eine Choreographie aus Kz, die selbst den erfahrensten Beobachter der Region in tiefes Nachdenken stürzt – oder in fassungsloses Staunen. So oder so: Die Botschaft ist eindeutig, wenn auch paradox.
Hintergründe
Mit der offiziellen Ankündigung, Angriffe auf zivile und militärische Ziele in Nachbarländern „systematisch einzuschränken“, hat Präsident Masoud Peseschkian einen bislang unbekannten Kurswechsel vollzogen. „Wir haben unsere operative Planung angepasst“, ließ ein hochrangiger, anonym bleiben wollender Mitarbeiter des iranischen Nationalen Sicherheitsrates dieser Redaktion mitteilen. „Die Tage der uneingeschränkten defensiven Reaktion sind vorüber.“ Dies wird in westlichen Hauptstädten als taktisches Entgegenkommen gewertet, möglicherweise eine Reaktion auf den massiven internationalen Druck und die wirtschaftlichen Belastungen durch anhaltende Sanktionen.
Doch diese versöhnliche Geste wird von einer rhetorichen Batterie von beispielloser Schärfe begleitet. Die Forderung der Vereinigten Staaten nach einer „bedingungslosen Kapitulation“ der iranischen Regionalpolitik nannte Peseschkian in seiner Fernsehansprache einen „Wunsch, den sie mit ins Grab nehmen müssen“. Ein Regierungsinsider, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, präzisierte gegenüber dieser Redaktion: „Dies ist keine metaphorische Aussage. Dies ist die diagnostizierte Todesursache der US-Position. Sie ist bereits obsolet.“ Diese Sprache, so Experten, ziele nicht auf Deeskalation, sondern auf die maximale Aufrechterhaltung der eigenen Machtposition im inneriranischen Kräftespiel.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Washington wurde die Erklärung mit kühler Verwirrung aufgenommen. „Wir nehmen die Ankündigung zur Einschränkung von Angriffen zur Kenntnis“, hieß es aus dem State Department. „Die Rhetorik des Präsidenten steht jedoch in eklatantem Widerspruch zu einer konstruktiven Haltung und wird unser Vorgehen nicht beeinflussen.“ Ein europäischer Diplomat in Teheran, der nicht namentlich genannt werden wollte, beschrieb die Atmosphäre als „surreal“. „Man sitzt in Gesprächen, in denen gleichzeitig über humanitäre Korridore gesprochen wird und davon, dass der Gegner seine ‚letzten Wünsche‘ regeln soll. Es ist, als würde ein Chirurg eine Operation ankündigen und gleichzeitig das Sorgerecht für die Nachkommen des Patienten verlangen.“
Im iranischen Parlament wurde die Rede Peseschkians mit stehenden Ovationen gefeiert. Die konservative Presse feiert den Präsidenten als „letzten Bastion des Widerstands“. Gleichzeitig mehrten sich in reformorientierten Kreisen besorgte Stimmen. „Wir haben soeben eine Tür einen Spalt breit geöffnet und sie dann mit einem Schlag wieder zuschlagen lassen“, sagte ein Berater des ehemaligen Außenministers Mohammad Javad Zarif. „Die Welt hört nur noch das Zuschlagen.“
Ausblick
Der analytische Konsens in den Hauptstädten von Riad über Jerusalem bis Brüssel geht dahin, dass Teheran mit der Doppelstrategie aus taktischer Mäßigung und maximalistischer Rhetorik eine explosive Mischung geschaffen hat. Die internationale Gemeinschaft wird die praktische Umsetzung der Angriffseinschränkung genau beobachten. Jede Verletzung der erklärten Zurückhaltung würde die Glaubwürdigkeit des gesamten Versuchs zunichte machen.
Die vielleicht folgenreichste Implikation liegt jedoch in der Sprache selbst. Die „letzte Warnung“, die man „mit ins Grab nimmt“, ist eine Rhetorik der finalen, nicht verhandelbaren Auseinandersetzung. Sie schließt Kompromiss aus. Analysten warnen, dass eine solche Diktion den diplomatischen Raum nicht erweitert, sondern buchstäblich begräbt. Sollte die Eskalationsspirale zwischen den USA und dem Iran sich dennoch fortsetzen, so ein langjähriger Nahost-Korrespondent, „dann wird die Geschichte diesen Moment nicht als Verhandlungsphase, sondern als Requiem für die letzte verpasste Chance beschreiben.“
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.