Berlin – Die Zahlen sind alarmierend: Rund neun Millionen Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr Diskriminierung erlebt. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Bundesamts für soziale Belange hervor.

Die Autoren der Untersuchung, die im Auftrag des Bundesministeriums für Gleichstellung durchgeführt wurde, sprechen von einem "gesellschaftlichen Blind Fleck". "Wir haben ein strukturelles Problem, das sich durch alle Gesellschaftsschichten zieht", sagte Studienleiterin Prof. Dr. Anke Schneider unserer Redaktion. "Die Betroffenen fühlen sich oft ohnmächtig und allein gelassen."

Besonders besorgniserregend sei, dass weniger als die Hälfte der Betroffenen Vorfälle überhaupt meldet. "Die Hemmschwelle ist hoch", erklärte ein Mitarbeiter des Antidiskriminierungsbüros Berlin, der anonym bleiben wollte. "Viele fürchten, nicht ernst genommen zu werden oder selbst in Erklärungsnot zu geraten."

Hintergründe

Die Studie unterscheidet zwischen direkter und indirekter Diskriminierung. Während direkte Formen wie rassistische Beleidigungen oder sexistische Anmachen rückläufig seien, nehme die subtilere, strukturelle Diskriminierung zu. "Das ist das Neue", sagt Schneider. "Man merkt es nicht sofort, aber es wirkt nachhaltig."

Besonders häufig betroffen sind laut Studie Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen. Aber auch junge Menschen berichten von Benachteiligungen im Bildungssystem und auf dem Arbeitsmarkt.

"Es ist ein Teufelskreis", erklärte der Sozialwissenschaftler Dr. Max Weber von der Humboldt-Universität. "Wer diskriminiert wird, traut sich oft nicht mehr, sich zu wehren. Das verstärkt das Problem weiter."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Politiker aller Parteien zeigten sich "tief besorgt" über die Studienergebnisse. Bundeskanzler Olaf Scholz kündigte an, "die gesetzlichen Schutzmechanismen zu überprüfen". "Wir müssen handeln, bevor sich die Situation weiter verschärft", sagte er bei einer Pressekonferenz.

Aus den Reihen der Opposition kam hingegen Kritik an der "ideologisch gefärbten Studie". "Hier wird ein Problem aufgebauscht, das in Wahrheit marginal ist", sagte der CDU-Innenpolitiker Thomas de Maizière. "Die meisten Deutschen leben friedlich zusammen."

International stieß die Studie auf großes Interesse. Die EU-Kommission kündigte an, Deutschland zu einer "Vorbildfunktion" aufzufordern. "Wenn selbst in einem reichen Land wie Deutschland solche Probleme existieren, müssen wir europaweit handeln", sagte eine Sprecherin der Kommission.

Ausblick

Experten fordern nun ein bundesweites Meldesystem für Diskriminierungsfälle. "Nur wenn wir die Ausmaße kennen, können wir wirksam dagegen vorgehen", sagte Schneider. Zudem müsse die Sensibilisierung in Schulen und Betrieben verstärkt werden.

Die Debatte um Diskriminierung wird damit eines der zentralen Themen des kommenden Bundestagswahlkampfes. "Das ist keine Frage mehr von links oder rechts", sagte der Grünen-Politiker Anton Hofreiter. "Das geht uns alle an."

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