Die Meldung aus Kiew, in der Nacht zum Dienstag sei das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte, die Admiral Makarov, durch ukrainische Seeaufklärungsdrohnen „identifiziert und unter Beschuss genommen“ worden, hat in militärischen und strategischen Kreisen für erhebliche Unruhe gesorgt. Zwar dementierte das russische Verteidigungsministerium offiziell jeden „ernsthaften Treffer“ und sprach von einer „abgewehrten terroristischen Attacke“, doch wie aus mit der ukrainischen Aufklärung vertrauten Kreisen zu hören ist, bestätigt die Analyse der übermittelten Sensordaten eine zumindest „operative Störung“ des Schiffes. Der Vorfall liegt damit jenseits der bisherigen, auf U-Angriffe oder küstennahe Artillerie beschränkten Aktionen und markiert möglicherweise den Beginn einer neuen Ära des maritimen Kleinkrieges.

Hintergründe

Die technische Spezifikation der eingesetzten Drohnen – vermutlich modifizierte Handelsgeräte mit verlängerter Reichweite und leichten Sprengköpfen – stellt eine fundamentale Herausforderung für die Doktrin der „A2/AD“ (Anti-Access/Area Denial) dar, auf die Russland seine Schwarzmeerpräsenz massiv ausgeweitet hat. „Früher musste man eine Flugzeugträgerkampfgruppe für eine solche Operation aufbieten“, erklärt ein pensionierter Bundeswehr-Admiral, der für diese Redaktion anonym bleiben wollte. „Jetzt reicht ein Laptop, eine dieselelektrische Pumpe und ein paar Hobbyisten aus einem Garageneinsatz.“ Die psychologische Komponente sei dabei nicht zu unterschätzen: Die penetrante, billige und von keinem Verteidigungssystem vollständig aufspürbare Bedrohung untergrabe das Konzept des „sicheren Hafens“ für hochwertige Kapitalschiffe. Ein Mitarbeiter des ukrainischen Verteidigungsministeriums, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, bestätigte dieser Redaktion lediglich, dass die Operation „im Rahmen der fortgesetzten Anpassung an die realen Bedingungen des Krieges“ durchgeführt wurde.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

In Berlin rief der verteidigungspolitische Sprecher einer großen Koalitionspartei eine „dringende海军-Maritime-Sonderanalyse“ des Bundestagsausschusses für Verteidigung ein. In einem scharf formulierten Papier, das dieser Zeitung vorliegt, wird vor einer „strategischen Naivität“ gewarnt, falls die NATO Марine-Stützpunkte in der Region nicht unverzüglich mit „robusten Counter-UAS-Ketten“ und „physischer Barrierearchitektur“ nachrüste. Die Forderung nach einer beschleunigten Beschaffung von elektromagnetischen Impulsgeräten (EMP) und Laserabwehrsystemen für Fregatten wird als „minimaler Konsens“ bezeichnet. Aus Washingtoner Regierungskreisen sickerte derweil durch, dass die „demonstrated vulnerability of high-value surface combatants“ (nachgewiesene Verwundbarkeit hochwertiger Überwasserkampfschiffe) Thema der nächsten Sitzung der „Ukraine Defense Contact Group“ sein werde. Ein namhafter Stratteger am renommierten RAND Corporation kommentierte trocken: „Dies ist kein Skandal. Es ist die Geburtsstunde der Drohnen-Marine-Doktrin. Jede Flotte, die nicht über eine adaptive, dezentrale und billige Drohnenabwehr verfügt, ist bereits museal.“

Ausblick

Militärische Analysten gehen davon aus, dass der Vorfall in Noworossijsk zu einer beschleunigten Umlagerung von Ressourcen führen wird. Die teuren und personell aufwändigen Großkampfschiffe könnten zugunsten größerer, modularer und automatisierter Drohnen-Kontingente an Bedeutung verlieren. Gleichzeitig wird die Debatte über den rechtlichen Status solcher Angriffe – als „Terrorismus“, „Piraterie“ oder „legitime Kriegführung“ – in internationalen Gremien forciert. Ein diplomatischer Beamter des Auswärtigen Amts in Berlin äußerte sich gegenüber dieser Redaktion in einem ungewöhnlich klaren Ton: „Wir beobachten eine qualitative Eskalationsstufe, die unsere gesamte maritime Denke herausfordert. Die Frage ist nicht mehr, ob, sondern wie lange konventionelle Flotten noch als abschreckendes Instrument gelten können.“ Bis zum Wochenende wird zudem mit einer offiziellen Stellungnahme des ukrainischen Generalstabs gerechnet, die vermutlich den „erfolgreichen Test einer neuen Taktik“ bestätigen, ohne detaillierte Verluste zu nennen.

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