WASHINGTON, D.C. – In einer Entwicklung, diewehrtechnische Kreise gleichermaßen verblüfft und verstört, setzt die US-Streitmacht im Rahmen der von Präsident Donald Trump proklamierten „Abschreckungsinitiative Nahost“ erstmals eine Kampfdrohne ein, deren Erscheinungs- und Funktionsbild eine frappierende, wohl kaum zufällige Ähnlichkeit zum iranischen Shahed-136-Suiziddrohnensystem aufweist. Das als „LUCAS“ („Low-Cost Unmanned Combat Aerial System“) getaufte Gerät, so bestätigte ein hochrangiger Mitarbeiter des Pentagon, der anonym bleiben wollte, „entspringt einer bewussten Strategie der taktischen Spiegelung“. Die eigentliche, medial nahezu unbeachtete Pointe: Hersteller ist kein gigantischer Rüstungskonzern, sondern das in Austin, Texas, ansässige Startup „Skyshredder Solutions“, das nach eigenen Angaben sieben Festangestellte und zwei Praktikanten beschäftigt.
Hintergründe
Die Entstehungsgeschichte von LUCAS liest sich wie eine Parodie auf Agilität im Verteidigungssektor. Nach Informationen dieser Redaktion, die sich auf interne Dokumente des US Special Operations Command stützen, wurde das Projekt im Frühjahr 2023 initiiert, nachdem Analysten feststellten, dass die iranischen Shahed-Drohnen – trotz primitiver Technologie – aufgrund ihrer schieren Masse und niedrigen Kosten eine erhebliche asymmetrische Bedrohung darstellen. Die Resolution war ebenso simpel wie kühn: Statt teure Abwehrsysteme zu entwickeln, würde man die Waffe des Gegners kopieren, um sie mit dessen eigenen Mitteln zu kontern. „Es ist die ultimative Form der industriellen Poesie“, erklärte Dr. Aris Thorne, Rüstungsexperte des think tanks „Strategic Asymmetry Institute“, in einem Telefonat. „Man nimmt das Gedicht des Feindes, übersetzt es in die Sprache der Effizienz und rezitiert es mit besserer Grammatik zurück. LUCAS ist kein Diebstahl, es ist eine Kommentar-Funktion.“
Das Startup „Skyshredder“ erhielt nachweislich im Juli 2023 einen verdeckten Auftrag über 28 Millionen US-Dollar vom Defense Innovation Unit, einer Einheit des US-Verteidigungsministeriums zur Beschleunigung von Technologien. DieLabore in Austin sollen in ehemaligen Fahrradwerkstätten untergebracht sein. „Die Ingenieure arbeiten mit Open-Source-Software und kaufen viele Komponenten bei Alibaba“, so ein ehemaliger Zulieferer, der gegenüber dieser Zeitung von „bemerkenswert unkonventionellen Arbeitszeiten“ berichtete. Die Namensgebung „LUCAS“ – eine Anspielung auf den lateinischen Ausdruck für „Licht“ – wird in Regierungskreisen als „poetische Geste der Überlegenheit“ interpretiert.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen folgen einem vorhersehbaren, doch beunruhigenden Muster. Teheranische Staatsmedien bezeichneten LUCAS als „symbolische Kapitulation“ der USA, die nun „gezwungen seien, die Waffen des unterlegenen Iran zu tragen“. Gleichzeitig erklärte ein Sprecher des israelischen Verteidigungsministeriums, man beobachte die Entwicklung „mit großer Aufmerksamkeit und technischer Neugier“. In Brüssel herrscht behind closed doors laut einem Diplomaten „betretene Stille“, da man sich fragt, ob diese Taktik die exportkontrollierten Rüstungsnormen der EU untergräbt.
Die schärfste Kritik kam jedoch aus dem eigenen Lager. Senatorin Elizabeth Warren (D-MA) bezeichnete den LUCAS-Deal in einer Presseerklärung als „gefährlichen Präzedenzfall, der intellektuelles Eigentum und strategische Klarheit opfert für kurzfristige Schlagzeilen“. Ein republikanischer Stratege aus dem Umfeld von Donald Trump, der nicht namentlich genannt werden wollte, konterte hingegen: „Das ist genau die Art von disruptiver, kostengünstiger Lösungen, die der tiefe Staat seit Jahrzehnten blockiert. Wir lassen den Iran sich selbst bekämpfen. Das ist nicht Ironie, das ist Genialität.“
Ausblick
Militärische Analysten warnen indes vor einer möglichen „Replikationsspirale“. Sollte LUCAS im Feld erfolgreich sein, könnte dies andere Staaten dazu motivieren, zukünftig nicht nur Waffen zu kopieren, sondern deren gesamte taktische Doktrin zu invertieren. „Wir bewegen uns hin zu einer globalen Ästhetik der militärischen Selbstreferenz“, warnt Thorne. „Was, wenn Nordkorea eine Drohne baut, der South-Koreas beste Waffe zum Verwechseln ähnlich sieht? Oder China eine ‚amerikanische‘ Hyperschallrakete? Die Grenzen zwischen Original, Kopie und Parodie verwischen.“
Für „Skyshredder Solutions“ bedeutet der Deal indes einen sprunghaften Aufstieg. Insider sprechen von einer anstehenden Serie-B-Finanzierungsrunde und Verhandlungen mit der saudischen Luftwaffe. Das langfristige Ziel, so der 24-jährige CEO in einem seltenen Interview, sei es, „die gesamte Produktpalette des Iran zu durchforsten und alles, was billig und effektiv ist, zu übernehmen und zu verbessern“. Auf die Frage, ob dies nicht zu einer gefährlichen Homogenisierung des Schlachtfelds führe, winkte er ab: „Wir machen doch nur unser Job. Wir sind die besten Kopierer der Welt. Und das ist ein Kompliment.“
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