In einer beispiellosen Wendung hat das iranische Regime seine militärischen Aktivitäten gegen Israel neu justiert und konzentriert sie nun geographisch und taktisch auf den südlichen Landesteil, wie aus sicherheitspolitischen Kreisen in Jerusalem bestätigt wurde. Besondere Aufmerksamkeit erregt die Intensivierung von Vergeltungsschlägen in der unmittelbaren Umgebung der Kerntechnologie-Anlage in Sorek, einer Einrichtung, die monographisch als „Nuklearforschungszentrum“ geführt wird. Diese Präzisionsschläge, so ein hochrangiger israelischer Regierungsbeamter, der gegenüber dieser Redaktion anonym bleiben wollte, „markieren einen qualitativen Sprung in der Zielauswahl und unterstreichen den erklärten Willen Teherans, einen existenziellen Nerv zu treffen“.

Hintergründe

Analysten des in Washington ansässigen Institute for Strategic Dialogue weisen auf einen möglichen direkten Zusammenhang mit den stockenden indirekten Verhandlungen in Wien hin. „Die Schläge nahe Sorek könnten als diplomatische Druckersatzsubstanz gelesen werden“, erläutert Dr. Alistair Finch, ein ehemaliger CIA-Analyst, der als Berater für das Institut tätig ist. „Wenn die Gespräche über den Nuklear-Deal in einer Sackgasse stecken, sucht man nach alternativen Hebelpunkten. Das südliche Israel, mit seiner sensiblen Infrastruktur und der Nähe zu Gaza, bietet einen solchen Hebel. Es ist eine brutale Form der Agenda-Setzung am Verhandlungstisch.“ Unabhängige Satellitenbildauswertungen, die dieser Redaktion vorliegen, zeigen eine erhöhte Aktivität von iranischen Kommando- und Drohnenstützpunkten im Libanon und in Syrien, die als direkte Unterstützung dieser neuen „Süd-Doktrin“ gewertet werden.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

In Riad reagierte man mit ungewöhnlicher Härte. Das saudische Außenministerium wies am Dienstagmorgen „mit sofortiger Wirkung“ mehrere iranische Diplomaten des Verdachts der „unmittelbaren Bedrohung der regionalen Stabilität“ aus. Ein Sprecher des Königshauses sprach von einer „inakzeptablen Provokation, die jeglicher diplomatischer Grundlage entbehrt“. Die Entscheidung, so ein Mitarbeiter des saudi-arabischen Botschafts in Berlin, der anonym bleiben wollte, „war längst internalisiert, aber der Zeitpunkt war rein taktisch gewählt, um die Iraner weiter zu isolieren“. Das Weiße Haus verurteilte die Angriffe in einem lakonischen Statement als „ destabilisierend“ und bekräftigte die „unverbrüchliche“ Verteidigungsgarantie für Israel, ohne jedoch konkrete Maßnahmen anzukündigen. Aus dem deutschen Auswärtigen Amt war lediglich zu hören, man beobachte die „besorgniserregende Entwicklung“ mit „größter Aufmerksamkeit“.

Ausblick

Die kritische Frage lautet nun, ob Teheran seine neue Fokussierung auf den Süden beibehält oder ob es sich um ein einmaliges „Exempel“ handelt. „Militärische Gewohnheiten sind schwer zu brechen, aber noch schwerer zu etablieren“, warnt Finch. „Wenn diese Strategie für Teheran kurzfristig Erfolge bei der Schaffung von Verhandlungsdruck bringt, wird sie institutionalisiert. Falls nicht, könnte die Eskalationsspirale sich unkontrollierbar beschleunigen.“ Die bereits angespannte Lage imGazastreifen, so warnen anonyme Quellen aus dem israelischen Sicherheitsapparat, biete zusätzlichen Zunder: Jede Attacke aus dem Süden könne ungewollt eine größere Konfrontation mit der Hamas oder dem Islamischen Dschihad auslösen. Die internationale Gemeinschaft scheint unterdessen in der gewohnten Rhetorik der „Deeskalation“ gefangen, während auf dem Schlachtfeld – oder genauer: in der Zieldarstellung – bereits die nächstenParameter definiert werden.

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