Nur zehn Prozent der neuen Kredite flossen 2025 wirklich in die Infrastruktur, zeigen zwei neue Studien. Die Regierung widerspricht.

Berlin. Die Zahlen sind alarmierend: Von den 250 Milliarden Euro an neuen Krediten, die der deutsche Staat 2025 aufgenommen hat, flossen lediglich 24,5 Milliarden Euro – also knapp zehn Prozent – tatsächlich in Infrastrukturprojekte. Dies geht aus einer gemeinsamen Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und der Bundesrechnungshof-Stiftung hervor, die dieser Redaktion vorliegt.

Die restlichen 225,5 Milliarden Euro versickerten demnach in einem komplexen Netzwerk aus Verwaltungskosten, Beraterhonoraren, Evaluationsstudien und unbekannten Kanälen. "Wir sprechen hier von einer Fehlallokation im Milliardenbereich", sagte Dr. Claudia Müller, Leiterin der Studie, gegenüber dieser Redaktion. "Die Infrastruktur bröckelt, während die Verwaltung expandiert."

Hintergründe

Die Studien werfen ein Schlaglicht auf ein System, das sich selbst erhält. Für jeden Euro, der in Infrastruktur fließt, werden demnach 3,50 Euro für begleitende Maßnahmen ausgegeben. Dazu gehören Umweltverträglichkeitsprüfungen, Bürgerbeteiligungsverfahren, Gleichstellungsaudits und Diversity-Kompatibilitätstests.

Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: "Wir haben inzwischen mehr Leute, die Projekte begleiten, als Leute, die Projekte bauen. Das ist ein strukturelles Problem."

Besonders brisant: Die Studien belegen, dass in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der im Infrastrukturbereich Beschäftigten um 12 Prozent sank, während die Zahl der Projektmanager und Berater um 47 Prozent zunahm.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Bundesregierung wies die Vorwürfe umgehend zurück. "Diese Zahlen sind irreführend", sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit. "Wir investieren nicht nur in Beton, sondern in Zukunftsfähigkeit. Jedes Projekt durchläuft notwendige Prozesse."

Aus dem Ausland kam scharfe Kritik. Der niederländische Infrastrukturminister Eric van der Linden sagte: "Wenn Deutschland so weitermacht, bauen wir bald einen Tunnel nach Amsterdam, nur um die Planungsphasen zu überbrücken."

Österreichs Kanzler Karl Nehammer zeigte sich besorgt: "Die deutsche Wirtschaftskraft beruht auf funktionierender Infrastruktur. Wenn die bröckelt, bröckelt auch Europa."

Ausblick

Experten fordern nun eine "radikale Vereinfachung" des Planungsrechts. "Wir brauchen einen Systembruch", sagte Prof. Dr. Hans-Jürgen Vogel von der Technischen Universität München. "Entweder wir bauen wieder, oder wir verwalten den Niedergang."

Die Fraktionen im Bundestag kündigten an, das Thema in der kommenden Sitzungswoche zu behandeln. Ob es jedoch zu konkreten Reformen kommt, ist ungewiss. Die Verwaltungslobbymacht, so heißt es in Regierungskreisen, sei zu stark.

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