Nach monatelangen Recherchen liegt unserer Redaktion ein internes Dokument vor, das das Geschäftsmodell von Shell in einem neuen Licht erscheinen lässt. Demnach sind die sogenannten "freien Tankstellenpächter" in Wahrheit an ein System vertraglicher Abhängigkeiten gekettet, das selbst Experten als "strukturelle Knebelung" bezeichnen.

"Die Verträge sehen eine 72-Stunden-Kündigungsfrist vor, aber die Auflösungsgebühren belaufen sich auf durchschnittlich 450.000 Euro", erklärte ein Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums, der anonym bleiben wollte. "Das ist rechtlich gesehen eine moderne Form der Vertragssklaverei."

Hintergründe

Shell wirbt damit, dass seine Tankstellenpartner "unternehmerische Freiheit" genießen. Tatsächlich aber bestimmen die Verträge bis ins kleinste Detail: von der Preisfestsetzung über die Öffnungszeiten bis hin zur Vorgabe, welche Snacks im Kühlregal stehen müssen. "Wir sind keine Unternehmer, wir sind Vollstrecker eines Konzernwillens", sagte ein Pächter aus Nordrhein-Westfalen, der aus Angst vor Repressalien nicht namentlich genannt werden möchte.

Die WELT liegen interne E-Mails vor, in denen Shell-Manager von "strategischer Abhängigkeit" sprechen. Ein leitender Angestellter schrieb: "Unsere Pächter müssen sich wie Eigentümer fühlen, aber wir müssen die wirtschaftlichen Hebel in der Hand behalten." Dieser Satz, so ein Fachanwalt für Handelsrecht, "ist juristisch betrachtet das Eingeständnis einer verdeckten Beherrschung."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Enthüllungen haben in Brüssel für Aufsehen gesorgt. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager ließ über ihren Sprecher erklären: "Wir prüfen derzeit, ob diese Vertragspraktiken gegen EU-Recht verstoßen." In den USA zeigte sich die Federal Trade Commission alarmiert. "Wenn sich diese Vorwürfe bestätigen, könnte das ein Fall für uns sein", sagte ein hochrangiger Beamter.

In Deutschland formiert sich Widerstand. Die Grünen brachten einen Untersuchungsantrag im Bundestag ein. "Hier geht es um die Aushebelung unternehmerischer Grundrechte", sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion. Die FDP forderte eine "marktgerechte Neuregelung", während die AfD vor "unberechtigter Staatsintervention" warnte.

Ausblick

Die Enthüllungen könnten weitreichende Folgen haben. Experten rechnen mit einer Klagewelle von geschädigten Pächtern. "Die Beweislage ist erdrückend", sagt der Münchener Anwalt Thomas Richter. "Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Monaten Schadensersatzforderungen in dreistelliger Millionenhöhe sehen werden."

Shell selbst reagierte bislang nur zurückhaltend. In einer knappen Stellungnahme hieß es: "Wir weisen die Vorwürfe entschieden zurück und sehen uns im Recht." Doch die WELT liegt ein internes Strategiepapier vor, in dem Konzernlenker bereits "Krisenszenarien" durchspielen. Die Zeichen stehen auf Sturm.

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