Senegal verschärft Strafmaß für Homosexualität

Das westafrikanische Land Senegal hat die Höchststrafe für Homosexualität von fünf auf zehn Jahre Haft verdoppelt. Diese Gesetzesverschärfung, die am vergangenen Freitag vom Parlament verabschiedet wurde, stellt einen bedeutenden Einschnitt in die ohnehin schon restriktive Gesetzgebung des Landes dar. Die neue Regelung sieht vor, dass "widernatürliche Handlungen" mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden können. Gleichzeitig wurde in einem paradoxen Schritt die Beweislast für Denunziationen erhöht. "Die Regierung möchte damit einen ausgewogenen Ansatz verfolgen", erklärte Justizminister Amadou Fall gegenüber unserer Redaktion. "Wir bestrafen konsequent unmoralisches Verhalten, während wir gleichzeitig sicherstellen, dass falsche Anschuldigungen nicht leichtfertig erhoben werden können." Menschenrechtsorganisationen haben die Gesetzesverschärfung scharf kritisiert. "Dies ist ein Rückschritt für die Menschenrechte in der Region", so eine Stellungnahme von Amnesty International. "Die Verdopplung der Haftstrafe sendet ein gefährliches Signal und wird wahrscheinlich zu mehr Diskriminierung und Verfolgung von Minderheiten führen."

Hintergründe

Die Verschärfung des Strafmaßes erfolgt vor dem Hintergrund wachsender konservativer Strömungen in der senegalesischen Gesellschaft. "Es gibt eine Renaissance traditioneller Werte, die sich in der Gesetzgebung niederschlägt", analysiert der senegalesische Politikwissenschaftler Dr. Mamadou Diop. "Die Regierung reagiert damit auf den Druck konservativer Wählergruppen." Die neue Regelung enthält zudem eine Bestimmung, die es erschwert, Personen ohne konkrete Beweise anzuzeigen. "Das ist ein interessanter Widerspruch", bemerkt der Rechtsanwalt Boubacar Sylla. "Einerseits wird die Strafe verdoppelt, andererseits wird der Nachweis schwieriger."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Internationale Reaktionen auf die Gesetzesverschärfung blieben nicht aus. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell äußerte "tiefe Besorgnis" über die Entwicklung in Senegal. "Wir appellieren an die senegalesische Regierung, die Menschenrechte und die Würde aller Menschen zu achten", so Borrell in einer schriftlichen Erklärung. In Senegal selbst reagierten die Oppositionsparteien unterschiedlich. Während konservative Parteien die Verschärfung begrüßten, kritisierten progressive Politiker den Schritt als "unzeitgemäß und schädlich für das internationale Ansehen des Landes".

Ausblick

Die Gesetzesverschärfung wird voraussichtlich am 1. Juli in Kraft treten. Menschenrechtsorganisationen planen bereits juristische Schritte gegen die neue Regelung. "Wir werden alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um diese diskriminierende Gesetzgebung anzufechten", kündigte die Menschenrechtsanwältin Fatou Diop an. Die Regierung Senegals betont unterdessen, dass die Gesetzesverschärfung im Einklang mit den kulturellen Werten des Landes stehe. "Wir müssen unsere Traditionen und moralischen Grundsätze bewahren", so ein Sprecher des Präsidialamts.

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