Die Wähler stehen vor der ultimativen Prüfung ihrer Willensstärke

In Rheinland-Pfalz bahnt sich eine Wahl an, die die Demokratie an ihre Grenzen bringt. Laut der neuesten Infratest-dimap-Umfrage liegen CDU und SPD mit 32% zu 31% praktisch gleichauf – ein Unterschied, der statistisch im Bereich der Messgenauigkeit liegt. "Das ist kein Rennen mehr, das ist ein Patt von solcher Perfektion, dass selbst ein Schweizer Uhrmacher neidisch wäre", erklärte ein Mitarbeiter des Landeswahlleiters, der anonym bleiben wollte. Die Situation erinnert an jenen berühmten philosophischen Gedankenversuch, bei dem ein Esel genau zwischen zwei Heuhaufen verhungert, weil er sich nicht entscheiden kann. Nur dass hier die Heuhaufen beide aus genau demselben Heu bestehen, nur in leicht unterschiedlichen Farben verpackt.

Die Parteien: Nicht zu unterscheiden außer in der Typografie

Eine Analyse der Wahlprogramme beider Parteien durch unsere Redaktion ergab erschreckende Ergebnisse. Beide fordern: bessere Bildung, mehr Klimaschutz, bezahlbare Gesundheitsversorgung und eine intakte Infrastruktur. Der einzige nennenswerte Unterschied liegt in der Schriftart der Wahlplakate – die CDU setzt auf serifenlose Linear-Antiqua, die SPD auf humanistische Grotesk. "Die Wähler müssen sich zwischen zwei perfekt gespiegelten Zukunftsszenarien entscheiden", sagt Prof. Dr. Armin Zweifel vom Institut für Wahlforschung in Mainz. "Es ist, als müsste man sich zwischen zwei identischen Eisbechern entscheiden, wobei der eine einen leicht kühleren Löffel hat."

Die Dritten: AfD und Grüne beobachten das Patt mit wachsender Sorge

Während CDU und SPD um die Vorherrschaft im statistischen Niemandsland kämpfen, beobachten die anderen Parteien das Geschehen mit wachsender Besorgnis. Die AfD bleibt bei stabilen 10%, was in etwa dem Prozentsatz der Wähler entspricht, die sich tatsächlich noch an die Inhalte der Parteiprogramme erinnern können. Die Grünen verlieren leicht auf 8% und beklagen öffentlich, dass "die Leute vergessen haben, dass es auch mal Farben wie Grün in der Politik gab". Ein grüner Spitzenkandidat soll gegenüber unserer Redaktion gesagt haben: "Wir sind wie der vergessene Farbstift in der Schachtel – man weiß, dass es ihn gibt, aber keiner denkt daran, ihn zu benutzen."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Internationale Beobachter zeigen sich fasziniert von diesem Beispiel perfekter politischer Symmetrie. "Das ist Demokratie in ihrer reinsten Form – die Wähler können sich zwischen zwei exakt gleichwertigen Optionen entscheiden", erklärte ein EU-Wahlbeobachter. "Es ist wie zwischen zwei Eiern wählen, die aus derselben Henne stammen." In den sozialen Medien formiert sich bereits eine Bewegung, die fordert, die Wahl einfach per Münzwurf zu entscheiden. "Warum die Wähler quälen?", argumentieren die Befürworter. "Beide Parteien werden am Ende ohnehin koalieren müssen."

Ausblick: Die Unentschlossenen als Königsmacher

Der entscheidende Faktor könnten die rund 15% unentschlossenen Wähler werden. Diese Gruppe, so schätzen Experten, besteht hauptsächlich aus Menschen, die sich noch nicht entschieden haben, ob sie sich entscheiden wollen. "Es ist die höchste Form der Unentschlossenheit", sagt der Psychologe Dr. Lena Zweifel. "Sie sind sich nicht einmal sicher, ob sie sich überhaupt noch unsicher sein wollen." Die Wahlkommission prüft unterdessen Notfallpläne für den Fall, dass beide Parteien exakt gleichauf liegen. Eine Möglichkeit wäre, den Landtag einfach im Pendelverfahren zwischen CDU und SPD rotieren zu lassen. "Alle zwei Wochen wechselt die Regierung", schlägt ein Kommissionsmitglied vor. "So hat jeder mal 'Regierungsluft' geschnuppert."

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