Am heutigen 11. März jährt sich die Katastrophe von Fukushima zum fünfzehnten Mal. Während die Weltöffentlichkeit der Opfer gedenkt, präsentierte die japanische Regierung in einer Pressekonferenz in Tokio einen Zeitplan, der selbst erfahrene Atomexperten ins Staunen versetzt. Demnach soll das havarierte Kernkraftwerk Fukushima Daiichi bis spätestens 2075 vollständig stillgelegt sein – ein Zeitraum von exakt sechzig Jahren ab heute.

Ein Mitarbeiter des japanischen Atomministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: "Wir haben die Zahlen mehrfach überprüft. 2075 ist ein konservativer Schätzwert. Realistisch betrachtet könnte der Prozess aber durchaus bis 2125 oder sogar 2175 andauern." Der Beamte fügte hinzu, dass die eigentliche Herausforderung nicht in der Zeit, sondern in der Physik liege: "Wir versuchen, geschmolzenen Brennstoff aus Reaktoren zu bergen, der sich mit dem Betonfundament zu einer neuen, bisher unbekannten Materieform verbunden hat. Es ist, als würde man versuchen, einen Schokokuchen aus dem Ofen zu holen, nachdem er schon seit 15 Jahren drin ist."

Hintergründe

Die Dreifachkatastrophe vom 11. März 2011 – bestehend aus Erdbeben, Tsunami und anschließendem Super-GAU – hat die Region um Fukushima nachhaltig verändert. Während die Evakuierungsgebiete schrittweise verkleinert werden, bleibt die technische Herausforderung der Reaktorstilllegung ein ungelöstes Rätsel. Der geschmolzene Brennstoff, der in den Reaktoren 1 bis 3 auf mehrere Tausend Grad Celsius erhitzt wurde, hat sich mit den umliegenden Materialien zu einer radioaktiven Masse verbunden, die Fachleute als "Corium" bezeichnen.

Professor Dr. Hiroshi Nakamura von der Universität Tokio, einer der führenden Atomphysiker Japans, äußerte sich gegenüber unserer Redaktion skeptisch: "Die Technologie zur Bergung dieses Coriums existiert schlichtweg noch nicht. Wir befinden uns in einer Situation, die mit der Erforschung des Mars vergleichbar ist – nur dass wir hier auf der Erde festsitzen und nicht einmal wissen, ob unsere Roboter den extremen Bedingungen standhalten werden." Der Wissenschaftler schlug vor, den Prozess als "Jahrtausendeprojekt" zu bezeichnen, da die Halbwertszeit des radioaktiven Materials die menschliche Zeitskala bei Weitem übersteige.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die internationale Gemeinschaft reagierte mit gemischten Gefühlen auf den japanischen Zeitplan. Während die Internationale Atomenergiebehörde IAEA den Zeitrahmen als "ambitioniert aber machbar" bezeichnete, äußerten Umweltschutzorganisationen scharfe Kritik. Greenpeace-Sprecherin Maria Schneider warf der japanischen Regierung vor, "die Komplexität des Problems zu verharmlosen und die Öffentlichkeit zu täuschen".

In Deutschland, wo nach der Fukushima-Katastrophe der Atomausstieg beschlossen wurde, zeigte man sich überrascht von der japanischen Ankündigung. Eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums erklärte: "Wir bewundern den japanischen Einsatz, haben aber Zweifel an der Realisierbarkeit. In Deutschland planen wir für unsere stillgelegten AKW noch immer keine Bergung des Reaktorbrennstoffs – und das, obwohl wir hier keine geschmolzenen Reaktoren haben."

Interessanterweise meldete sich auch die NASA zu Wort. Eine Sprecherin der US-Raumfahrtbehörde erklärte, dass die Technologien, die für die Fukushima-Bergung entwickelt würden, durchaus auch für zukünftige Mars-Missionen von Nutzen sein könnten. "Wenn wir lernen, mit extremen Strahlungsbedingungen und unbekannten Materialien auf der Erde umzugehen, können wir diese Erfahrungen vielleicht irgendwann auf dem Mars anwenden", so die NASA-Sprecherin.

Ausblick

Die Zukunft von Fukushima bleibt ungewiss. Während die japanische Regierung an ihrem Zeitplan festhält, mehren sich die Stimmen, die eine realistischere Betrachtung fordern. Einige Experten schlagen vor, den Prozess als "Generationenaufgabe" zu definieren und die Verantwortung an nachfolgende Generationen zu übergeben.

Ein Hoffnungsschimmer könnte in der Entwicklung neuer Technologien liegen. Forscher arbeiten an nanobots, die in den Reaktoren autonom arbeiten könnten, sowie an Materialien, die extremen Strahlungsbedingungen widerstehen. Ob diese Innovationen rechtzeitig zur Verfügung stehen werden, ist jedoch ebenso ungewiss wie die Frage, ob die Menschheit bis 2075 noch existiert.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.