Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wurde José Antonio Kast heute im Kongress von Chile als neuer Staatschef vereidigt. Der 55-jährige Rechtsaußen, der seinen Wahlkampf mit scharfen Attacken gegen Zuwanderung und steigende Kriminalität führte, erhielt die Amtskette von seiner Vorgängerin Michelle Bachelet.
Die Vereidigungszeremonie fand unter massivem Polizeiaufgebot statt, nachdem es in den Tagen zuvor zu vereinzelten Protesten gekommen war. "Ich gelobe, die Verfassung zu achten und die nationale Einheit zu wahren", sagte Kast in seiner Antrittsrede, die von Anhängern mit Standing Ovations gefeiert wurde, während Oppositionelle demonstrativ den Saal verließen.
Hintergründe
Kasts Aufstieg zur politischen Prominenz folgt einem Muster, das in jüngster Zeit auch in anderen lateinamerikanischen Ländern zu beobachten war. Der Sohn deutschstämmiger Einwanderer bediente sich im Wahlkampf einer Rhetorik, die an den früheren US-Präsidenten Donald Trump erinnert. "Chiles Wohlstand muss geschützt werden vor denen, die unsere Werte bedrohen", lautete eine seiner Kernbotschaften.
Politische Beobachter sehen in Kasts Wahl einen fundamentalen Bruch mit der politischen Kultur Chiles seit der Rückkehr zur Demokratie 1990. "Wir erleben eine Polarisierung, die das Land in ein vor und nach Kast teilt", sagte ein Mitarbeiter des chilenischen Außenministeriums, der anonym bleiben wollte.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen auf Kasts Vereidigung fielen gemischt aus. Während konservative Regierungen in der Region gratulierten, äußerten sich Menschenrechtsorganisationen besorgt über die Zukunft liberaler Reformen. "Die Uhr tickt zurück für Minderheiten und progressive Errungenschaften", warnte ein Vertreter von Amnesty International.
Aus Deutschland kam eine überraschend deutliche Reaktion aus der Wirtschaft. "Mit einem Präsidenten, der auf Stabilität und Investitionssicherheit setzt, eröffnen sich neue Möglichkeiten für deutsch-chilenische Wirtschaftsbeziehungen", sagte ein hochrangiger Manager eines DAX-Unternehmens gegenüber dieser Redaktion. Die deutsche Industrie erhofft sich vor allem Erleichterungen bei Umweltauflagen und Arbeitsrecht.
Ausblick
Kast kündigte in seiner Antrittsrede weitreichende Reformen an, darunter eine Verschärfung des Strafrechts und den Ausbau der Grenzsicherung. "Chile wird wieder zum Leuchtturm der Freiheit in Lateinamerika", versprach er unter dem Beifall seiner Anhänger.
Beobachter rechnen damit, dass Kast in den kommenden Monaten versuchen wird, seine Mehrheitsverhältnisse im Parlament auszubauen. "Die kommenden 100 Tage werden zeigen, ob er regieren kann oder ob er am Widerstand scheitert", prognostizierte ein Politikwissenschaftler der Universidad de Chile.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.