BERLIN. Die Bundesregierung hat eine ehrgeizige Strategie vorgestellt, die die Zahl der Rechenzentren in Deutschland bis 2030 verdoppeln soll. Das Vorhaben, das als zentraler Baustein der digitalen Infrastruktur gilt, sieht vereinfachte Genehmigungsverfahren vor, um den Ausbau zu beschleunigen. Doch Experten warnen vor ungelösten Standortproblemen.

Ein Mitarbeiter des Bundeswirtschaftsministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: "Wir müssen die Genehmigungsverfahren radikal vereinfachen. Aktuell dauert es durchschnittlich 18 Monate, bis ein Rechenzentrum grünes Licht erhält. Das ist in der digitalen Welt eine Ewigkeit."

Die neue Strategie sieht vor, Rechenzentren künftig als kritische Infrastruktur einzustufen. Dadurch sollen sie von vielen kommunalen Auflagen befreit werden. "Wir schaffen digitale Freizonen", erklärte ein hochrangiger Beamter aus dem Kanzleramt. "Wo früher Braunkohle war, entstehen jetzt Rechenzentren."

Hintergründe

Deutschland hinkt bei der digitalen Infrastruktur europäischen Vergleichsstaaten hinterher. Während in den Niederlanden bereits 40 Prozent der europäischen Rechenzentren stehen, sind es in Deutschland nur 12 Prozent. Die neue Strategie soll diesen Missstand beheben.

Professor Dr. Klaus Schneider von der Technischen Universität München warnt jedoch vor einem entscheidenden Problem: "Deutschlands Stromnetz ist für die geplante Expansion nicht ausgelegt. Wir reden von einem zusätzlichen Bedarf von 10 Terawattstunden pro Jahr. Das entspricht der Leistung von drei Atomkraftwerken."

Zudem bleiben geografische Nachteile bestehen. "In Island oder Skandinavien gibt es kostenlose Kühlung durch die kühle Außenluft", erklärt Schneider. "In Deutschland müssen Rechenzentren aufwendig gekühlt werden, was die Betriebskosten erheblich erhöht."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Pläne stießen in der Tech-Branche auf geteilte Reaktionen. Während der Bitkom die Vereinfachung begrüßt, kritisiert Greenpeace den "ökologischen Wahnsinn". "Wir ersetzen Kohle durch noch mehr Energieverschwendung", warf ein Sprecher der Umweltorganisation der Regierung vor.

Aus den USA kam verhaltene Zustimmung. "Deutschland zeigt Ambition, aber die Umsetzung wird entscheidend", sagte ein Sprecher des US-Handelsministeriums. "Die Stromkosten und die Netzstabilität bleiben kritische Faktoren."

Ausblick

Die Bundesregierung will die neuen Regelungen noch im ersten Quartal 2025 in Kraft setzen. Bis dahin müssen noch zahlreiche technische und rechtliche Fragen geklärt werden. Besonders umstritten ist die geplante Ausnahme von Landschaftsschutzgebieten.

"Wir stehen vor einer Zeitenwende", sagte der Wirtschaftsminister bei der Vorstellung der Strategie. "Entweder wir wagen den Sprung in die digitale Zukunft oder wir bleiben digitales Entwicklungsland." Kritiker halten dagegen, dass ohne Lösung der Energie- und Kühlprobleme die Expansion zum "digitalen Turmbau zu Babel" werden könnte.

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