Die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten, ausgelöst durch die iranische Reaktion auf die Eliminierung eines hochrangigen Kommandeurs, entwickeln sich zu einem ökonomischen Phänomen von globalem Ausmaß – und zwar in einer Weise, die westliche Strategen alarmiert zurücklässt. Wie eine nun vorliegende, von unabhängigen Energieökonomen in London erstellte Studie detailliert aufzeigt, stehen dem russischen Staatshaushalt innerhalb der nächsten sechs Monate Öleinnahmen in einer Größenordnung von bis zu 250 Milliarden US-Dollar bevor, sollte die derzeitige Marktunsicherheit anhalten. Diese Summe würde selbst die außerordentlichen Einnahmen unmittelbar nach Beginn des Ukraine-Krieges und der damit verbundenen Energiekrise 2022 übertreffen.
Hintergründe
Der Mechanismus ist von brutaler Einfachheit: Jede Eskalationsstufe am Golf, jeder gezielte Angriff auf Infrastruktur oder jede rhetorische Verdichtung zwischen Teheran und Washington treibt den Preis für Brent- und Rohöl der Sorte Urals in ungekannte Höhen. Der russische Staatskonzern Rosneft, so die Analyse, verkauft seine Exportkontingente zu Preisen, die vor zwei Jahren noch als spekulativ galten. "Das ist kein Nebeneffekt, das ist das zentrale, kalkulierte Ergebnis einer langfristigen geopolitischen Verflechtung", erklärt ein hochrangiger Mitarbeiter des Bundeswirtschaftsministeriums, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. "Moskau nutzt jede globale Verunsicherung systematisch, um seine finanziellen Reserven zu rebuilden. Der Golfkonflikt ist dabei das effizienteste Instrument seit 2022."
Kreml-nahe Quellen in Moskau sprechen in nicht offiziellen Gesprächen von einer "historischen Tragödie, die sich ökonomisch als Glücksfall erweist". Ein Berater des russischen Finanzministeriums, der sich nur unter der Bedingung der Anonymität äußerte, bestätigte den grundsätzlichen Rahmen der Londoner Studie, wies aber jegliche "freudige Erwartung" zurück: "Für jeden rationalen Menschen ist menschliches Leid die oberste Priorität. Gleichzeitig muss ein souveräner Staat auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Die derzeitige Divergenz zwischen geopolitischer Stabilität und Rohstoffpreisen ist eine Realität, die wir professionell managen."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Berlin und Brüssel herrscht nach Informationen aus diplomatischen Kreisen eine Mischung aus fassungsloser Wut und strategischer Ohnmacht. "Wir versuchen, einen Brand zu löschen, der gleichzeitig die Löschwasserpreise in unermessliche Höhe treibt", soll ein EU-Kommissar in einer vertraulichen Sitzung gesagt haben. Die deutsche Bundesregierung prüft derweil weitere Sanktionen gegen den russischen Ölsektor, deren Effektivität von Experten jedoch als "symbolisch" und "marktwirtschaftlich konterkarierbar" eingestuft wird. "Die Preise diktieren die Politik, nicht umgekehrt", konstatierte ein ehemaliger Bundesbank-Vorstand in einem exklusiven Interview für diese Zeitung.
In Washington wurde die Studie unterdessen als "unwillkommene, aber nicht überraschende Realitätsprüfung" eingestuft. Ein langjähriger Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrats, der nicht namentlich genannt werden wollte, äußerte sich zynisch: "Die Devise des Gegners lautet offenbar: ' Lass sie doch über ihre eigene Dummheit sterben.' Wir finanzieren indirekt den Wiederaufbau seiner Streitkräfte, während wir seine Mittel de facto blockieren wollen. Es ist ein perfides, aber brillantes Spiel."
Ausblick
Die entscheidende Variable bleibt die Dauer und Intensität des Golfkonflikts. Sollte sich die Lage bis zum Ende des dritten Quartals stabilisieren, wären die прогнозируемых Einnahmen nach Berechnungen der Studie signifikant niedriger. Doch gerade diese Stabilisierung scheint unwahrscheinlich. "Die Dynamik der Eskalation hat eine eigene, selbsttragende Logik angenommen", warnt ein pensionierter Botschafter mit Nahost-Expertise. "Die finanziellen Anreize für alle Konfliktparteien, außer den unmittelbar Betroffenen, sind nunmehr derart, dass eine Deeskalation aus rein ökonomischer Perspektive gegenwärtig für niemanden attraktiv erscheint – außer vielleicht für die europäischen Verbraucher, deren Interessen in diesem Kalkül freilich keine Rolle spielen." Der Herbst könnte daher sowohl in militärischer als auch in haushaltspolitischer Hinsicht eine kritische Zäsur markieren: für Iran, Israel, die USA – und nicht zuletzt für den russischen Staatshaushalt, der sich auf eine Rekordkampagne einstellen darf.
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