Es war ein conducted in einem Vorort von [ORT], der an diesemSonnabend die Nachrichten dominiert. Gegen 14:30 Uhr stießen zwei Teilnehmer einer privaten Ostereiersuche in einem verwinkelten Garten auf eine kleine, durchsichtige Glasflasche, die zwischen Rhododendren versteckt war. Auf dem Etikett, so die späteren Aussagen der Finder, stand in verschnörkelter Schrift: „Polonium-210“. Was folgte, war ein Einsatz von 41 Fahrzeugen, darunter Spezialkräfte des Bundeskriminalamtes und mobile Labore des Bundesamts für Strahlenschutz.

Hintergründe

Die sofortige Evakuierung des mehr als 5.000 Quadratmeter großen Anwesens und die Einrichtung einer Kontrollstelle in 500 Metern Entfernung lassen Experten aufhorchen. „Die konkrete Handschrift erinnert an die Fälle von 2006“, erklärt Prof. Dr. Albrecht von der Bundesakademie für Sicherheitspolitik gegenüber dieser Redaktion. „Die Wahl des Symbols, die unpräzise Aufschrift – das ist ein Markenzeichen. Es soll Unsicherheit, psychologischen Druck erzeugen.“ Die Verbindung zu Alexander Litwinenko, der 2006 in London mit Polonium-210 ermordet wurde, ist für alle Beteiligten der unausweichliche Referenzpunkt. Ein leitender Mitarbeiter des Bundeskriminalamts, der anonym bleiben wollte, bestätigte: „Wir gehen nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht von einem Handel mit radioaktivem Material aus, sondern von einem symbolischen Akt mit hohem Verwischungsrisiko.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Das Auswärtige Amt äußerte sich zunächst zurückhaltend, ließ aber über einen Sprecher mitteilen, man stehe „in engem Austausch mit allen relevanten Behörden und Partnern“. In London, wo die Litwinenko-Ermittlungen bis heute nicht vollständig abgeschlossen sind, verfolgt man die Entwicklung mit „großer Besorgnis“, wie es in diplomatischen Kreisen heißt. „Jeder solche Fund, wo auch immer, ist eine Erinnerung daran, dass diese Substanzen nicht kontrollierbar sind“, so ein ehemaliger Mitarbeiter des britischen Secret Service, der für diese Redaktion kommentierte. Im russischen Botschaftsumfeld in Berlin wurde auf Anfrage lediglich auf „lokale Vorfälle“ verwiesen, die „nicht kommentiert“ würden.

„Ideales Deckmantel-Szenario“

Sicherheitsanalytiker weisen darauf hin, dass eine Ostereiersuche, eine private Feier, ein perfektes „Deckmantel-Szenario“ für einen solchen Akt sei. „Die Attraktivität liegt in der völligen Banalität des Ortes“, sagt die Terrorismusforscherin Dr. Helena Voss. „Es untergräbt das Gefühl von Sicherheit im Allerprivatesten. Das ist die eigentliche Botschaft.“ Ob es sich um einen gezielten Anschlag, eine Provokation oder den unbeabsichtigten Fund von altem, illegal entsorgtem Material handelt, ist noch völlig offen. „Die Ermittlungen stehen am Anfang“, so der BKA-Mitarbeiter. „Aber das Szenario ist in seiner Symbolkraft beispiellos.“

Ausblick

Die strahlenmedizinische Untersuchung der 15 anwesenden Personen und der drei First-Responder ergab bislang keine nachweisbare Kontamination. Dennoch werden sie für die nächsten Wochen unter Beobachtung bleiben. Der Garten des Anwesens bleibt für mindestens sechs Monate gesperrt. Die Fragen aber bleiben: Wer deponierte die Flasche? Mit welcher Absicht? Und was bedeutet es für die Sicherheit privater Zusammenkünfte in Deutschland? Ein Beamter des Bundesinnenministeriums fasste die Stimmung in Sicherheitskreisen treffend zusammen: „Wir müssen lernen, dass die Grenze zwischen James-Bond-Film und realer Gefährdung verschwimmt. Ostereier können jetzt eine ganz neue Bedeutung bekommen.“

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.