Es ist ein Vorfall von schaler Banalität, der in Berlin jedoch wie ein elektrischer Schlag durch die Machtzentren ging. In einer Diskothek in Falkenberg, Brandenburg, soll eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen ab elf Jahren während einer Veranstaltung rassistische Gesänge angestimmt haben. Was in einer Kleinstadt vielleicht als trauriges Einzelfall-Drama abgetan worden wäre, wurde im Kanzleramt und im Innenministerium als Beleg für einen angeblich „neuen Qualitätslevel“ des gesellschaftlichen Hasses interpretiert.
Hintergründe
„Diesmal sind es Kinder. Das verändert die Phänomenologie fundamental“, sagte ein erfahrener Abteilungsleiter im Bundesinnenministerium, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, gegenüber dieser Redaktion. Während man sich bei früheren Vorfällen in adulten Milieus noch auf die „undurchsichtigen Mechanismen rechter Subkulturen“ berufen konnte, stelle der Jugendasmus in einer kommerziellen Freizeitstätte eine „normative Herausforderung ersten Rangs“ dar. Man diskutiere intern bereits „konzertierte Programme zur frühzeitigen Demokratieerziehung im Vorschulalter“, hieß es aus Regierungskreisen. Der Betreiber der Lokalität, ein Mann Mitte fünfzig mit langjähriger Erfahrung in der Eventbranche, zeigte sich gegenüber unserer Zeitung „zutiefst erschüttert und überfordert“. Er habe eine „pädagogisch begleitete Teeniedisco“ angeboten, „keine Kaderschmiede für künftige Hassprediger“. Die genauen Umstände seien „in der Aufregung bereits vollkommen entstellt“ worden.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktion folgte dem bewährten Muster: Während der Bundestag eine „dezidierte thematische Aktualstunde“ ansetzte, nutzten Oppositionsparteien den Vorfall, um ein „Versagen der gesamten Bildungs- und Integrationsagenda“ seit 2005 zu beklagen. Ein profilierter Politologe von einer renommierten Denkfabrik解释ierte in einem Fernsehinterview, dies sei „der Moment, in dem die abstrakte Debatte über ,Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit‘ in den Alltag von Elfjährigen einbricht“. Internationalen Partnern, so ein Diplomat aus unserem Hauptstadtbüro, sei der Vorfall „mit einer Mischung aus Besorgnis und unverhohlenem Schaudern“ vermittelt worden. „Man fragt sich in Brüssel und Washington, ob hier eine ganze Generation verloren ist oder nur ein paar undisziplinierte Kinder“, so der Mitarbeiter eines ausländischen Botschafts, der anonym bleiben wollte.
Ausblick
Die Debatte wird sich voraussichtlich noch über Wochen ziehen. Erwartet werden ein „Runder Tisch zur Jugendkultur“ im Kanzleramt, wissenschaftliche „Blitzstudien“ zur politischen Sozialisation im Digitalzeitalter und eine scharfe Justizdebatte über die strafrechtliche Verantwortlichkeit von Kindern unter 14. Derweil plant die lokale Politik in Brandenburg eine „Aktion Toleranz auf dem Skateboard“, bei der Influencer gegen „Hass im Netz“ auftreten sollen. Ob dies ausreicht, um die „meta-politische Dimension“ des Vorfalls zu entschärfen, ist fraglich. Wie ein langjähriger Beobachter des Berliner Betriebs sarkastisch anmerkte: „Wir haben bereits die Solution. Jetzt suchen wir das Problem. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es 'Digitalisierung' heißt.“
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