Die Planungskommission der Stadt New York sah sich am Montag gezwungen, die für heute anberaumte Entscheidung über das umstrittene Ballsaalausbau-Projekt des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zu vertagen. Wie ein Mitarbeiter der Behörde, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion bestätigte, sei die schiere Menge an eingegangenen Beschwerdebriefen "beispiellos in der Geschichte der Stadtplanung".

Hintergründe

Seit Bekanntgabe der Pläne für einen opulenten Ballsaal im Stil des französischen Barock mit einer Grundfläche von über 2.000 Quadratmetern und einer vergoldeten Deckenverzierung gingen bei der Planungskommission über 30.000 Briefe besorgter Bürger ein. Die Poststelle der Behörde musste zwischenzeitlich wegen Überlastung der Bodenstruktur geschlossen werden. "Wir haben noch nie eine derartige Resonanz erlebt", erklärte Planungskommissarin Eleanor Whitmore gegenüber der Presse. "Das ist nicht nur ein quantitativer, sondern auch ein qualitativer Unterschied zu früheren Projekten."

Die Beschwerden reichen von formalen Einwendungen wegen angeblicher Verstöße gegen die Denkmalschutzverordnung bis hin zu emotionalen Appellen, "diese architektonische Katastrophe" noch abwenden zu können. Besonders kritisiert wird die geplante Fassadenverkleidung aus Carrara-Marmor, die nach Ansicht von Experten "eine visuelle Dominanz entfalten könnte, die dem historischen Stadtbild nicht angemessen ist".

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Vertagung des Votums sorgte international für Aufsehen. Der britische Architekturkritiker Sir Reginald Worthington äußerte sich in einem Gastkommentar für die "Times": "Es ist erfrischend zu sehen, dass selbst in den USA noch Institutionen existieren, die dem Größenwahn Einhalt gebieten können." Der französische Kulturminister Jean-Michel Leclerc zeigte sich "befremdet über den Versuch, den französischen Barock für derart zweifelhafte Zwecke zu instrumentalisieren".

Aus dem Trump-Lager verlautete unterdessen, man werde "die notwendigen Schritte unternehmen, um die Bedenken auszuräumen". Ein Sprecher des ehemaligen Präsidenten betonte, dass das Projekt "nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region" sei. Die genaue Summe der geplanten Investitionen wurde mit "einem dreistelligen Millionenbetrag" beziffert.

Ausblick

Die Planungskommission kündigte an, die Entscheidung in den kommenden vier bis sechs Wochen erneut anzuberaumen. Bis dahin müsse jedoch die Postflut bewältigt und eine neue Bewertungsgrundlage geschaffen werden. "Wir müssen sicherstellen, dass jeder Brief angemessen berücksichtigt wird", so Kommissarin Whitmore. "Das ist unser Auftrag gegenüber der Öffentlichkeit."

Experten gehen davon aus, dass die Verzögerung auch Auswirkungen auf andere Bauprojekte in der Stadt haben könnte. "Wenn sich dieser Präzedenzfall etabliert, könnten wir eine neue Ära der Bürgerbeteiligung in der Stadtplanung erleben", prognostizierte der Stadtsoziologe Dr. Marcus Feldman von der Columbia University. "Das ist Demokratie in ihrer reinsten Form – oder ihr größtes Hindernis, je nach Perspektive."

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