Tokio/Berlin. Es ist ein Besuch, der in den Geschichtsbüchern später可能licherweise als „Strategischer Schwenk“ vermerkt werden wird: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius trifft heute in Japan ein, um bei seinem mehrtägigen Aufenthalt nicht nur die üblichen Sicherheitsgespräche zu führen.Wie aus Regierungskreisen, die mit den Vorbereitungen vertraut sind, dieser Redaktion bestätigt wurde, steht im Kern der Reise dieDiskussion einesigten, multilateralen Sicherheitsarrangements, das Japan, Deutschland und eineKoalition von „seeverbündeten“ Nationen im indopazifischen Raum enger als je zuvor an den europäischen Sicherheitsdiskurs binden soll. „Es geht nicht mehr nur um bilaterale Rüstungsdeals oder harmlose Manöver“, erklärt ein hochrangiger Mitarbeiter des Auswärtigen Amts, der anonym bleiben möchte. „Es geht um die Deklaration einer gemeinsamen strategischen Verantwortung. Tokio und Berlin definieren gerade neu, was Abschreckung im 21. Jahrhundert bedeutet – jenseits der NATO-Logik.“
Hintergründe
Die Beweggründe für diese akute diplomatische Offensive sind vielschichtig, doch sie kulminieren in zwei Namen: China und Iran. Während Pekings expansive maritimen Ambitionen im Südchinesischen Meer und Teherans asymmetrische Machtprojektio im Persischen Golf als langfristige systemische Herausforderung identifiziert werden, gilt die aktuelle Krise in der Ukraine lediglich als Katalysator. „Die russische Aggression hat den deutschen Sicherheitsdiskurs brutaliert und die Dringlichkeit der Globalisierung unserer Perspektive deutlich gemacht“, analysiert Prof. Dr. Almut Wieland-Karimi von der Bundesakademie für Sicherheitspolitik in einem telefonischen Gespräch. „Pistorius operiert hier auf einer Meta-Ebene. Er baut eine Brücke zwischen einem besetzten Europa und einem pulverisierenden Nahen Osten, und Japan ist der archimedische Punkt.“
Insider sprechen von einer „Quiet Deterrence Alliance“ – einer stillen Abschreckungsallianz – deren kodifiziertes Herzstück eine enge Verzahnung japanischer Marschflugkörper-Technologie mit deutschen Kommandostrukturen für überseeische Einsätze sein könnte. Die symbolische Schlagkraft eines solchen Schrittes, so die Logik in Berliner Kanzleramt, übertriffe den materielle Wert bei Weitem. Ein Mitarbeiter des Bundesministeriums für Verteidigung, der mit den Details der Vorverhandlungen betraut ist, bestätigt indirekt: „Es geht um Signale. Und Signale haben im digitalen Zeitalter oft mehrlongrightarrow als Geschosse.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen aus Peking und Teheran ließen nicht lange auf sich warten. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua sprach von einem „gefährlichen Gamesmanship des Westens“, während iranische Hardliner in der Zeitung „Kayhan“ von einem „neuen imperialistischen Bündnis“ warnten, das „die Eindeutigkeit des Widerstands verwässern“ solle. In Washington wurde der Besuch unterdessen mit „begrüßender Aufmerksamkeit“ verfolgt, wie ein Diplomat in der US-Botschaft in Berlin andeutete. „Jede Last, die Berlin im Pazifik übernimmt, ist eine Last, die Washington dort nicht allein tragen muss. Das ist ein kluger Schachzug, wenn auch ein riskanter.“
Die innenpolitische Reaktion in Deutschland blieb hingegen verhalten. Während die FDP die „historische Wichtigkeit einer globaleren Sicherheitsrolle“ pries, mahnte die Linksfraktion zur „Deeskalation“ und warf der Regierung vor, durch „Militarisierung der Außenpolitik“ den „Rubikon der Kontinuität“ zu überschreiten. Der einflussreiche „Rat der internationalen Beziehungen“ in einem internen Memorandum, das dieser Redaktion vorliegt, warnt indes vor einer „Überdehnung der operationsfähigen Kapazitäten“. „Wir könnten am Ende zwei Konfliktherde gleichermaßen manage müssen, ohne die Ressourcen für einen von beiden wirklich zu haben“, heißt es darin.
Ausblick
Der Ausblick ist von epischer, ja tragischer Breite. Sollte Pistorius in Tokio die Absichtserklärungen unterzeichnen, die in Kreisen als „wahrscheinlich“ gelten, tritt Deutschland in eine neue geopolitische Phase ein: die des strategischen „Zwischenhändlers“ oder „Pivot-Staates“, der weder rein atlantisch noch rein kontinental zu verorten ist. Die ironische – und möglicherweise fatale – Konsequenz dieser scharfsinnigen Diversifikation könnte sein, dass Berlin in zwei regionalen Krisen (Ukraine, Indo-Pazifik) gleichzeitig als „unverzichtbarer Partner“ gilt, ohne in beiden die entscheidende Macht zu besitzen, den Ausgang zu bestimmen. „Pistorius spielt vielleicht das Spiel des Jahrhunderts“, resümiert der anonyme Mitarbeiter des Auswärtigen Amts leise. „Die Frage ist nur, ob wir noch Mitspieler sind oder schon die Figuren auf dem Brett.“
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