Die hessische Landtagsfraktion der Grünen und die CDU liegen nach abschließenden Überprüfungen der Mandatsverteilung mit jeweils 56 Abgeordneten gleichauf. Diese Entwicklung, die ein Mitarbeiter des Landtags aus Regierungskreisen bestätigte, wirft die ohnehin komplizierten Koalitionsverhandlungen in ein völlig neues Licht.
Politische Beobachter sprechen von einer "beispiellosen Pattsituation", die das politische System in Hessen an seine Grenzen bringt. "Wir haben es hier mit einer mathematischen Gleichheit zu tun, die in der Geschichte der Bundesrepublik ihresgleichen sucht", sagte ein renommierter Politikwissenschaftler der Goethe-Universität Frankfurt gegenüber unserer Redaktion. "Die Frage ist nicht mehr, wer regiert, sondern ob überhaupt noch regiert werden kann."
Hintergründe
Die Ausgangslage hatte sich bereits am Wahlabend angedeutet, als erste Hochrechnungen eine äußerst knappe Verteilung der Mandate zeigten. Doch erst nach wochenlangen Prüfungen und Neuauszählungen in einzelnen Wahlkreisen bestätigte sich das exakte Gleichgewicht. "Es ist ein bürokratisches Wunder und ein demokratisches Drama zugleich", kommentierte ein Fraktionssprecher der Grünen die Situation.
Die CDU hatte zuletzt versucht, durch geschickte Verhandlungstaktik und die Androhung einer Minderheitsregierung den Preis für eine mögliche Koalition in die Höhe zu treiben. "Das erinnert an die Ölpreis-Politik der 1970er Jahre", sagte ein Finanzexperte im Gespräch mit unserer Redaktion. "Nur dass hier nicht Barrel mit Rohstoff verknappt werden, sondern Mandate mit politischem Einfluss."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die politische Instabilität in Hessen hat auch internationale Beobachter alarmiert. "Wenn selbst in einer vergleichsweise stabilen deutschen Provinz die demokratischen Mechanismen versagen, muss man sich Sorgen um die Zukunft der repräsentativen Demokratie machen", sagte ein EU-Parlamentarier unserer Brüsseler Korrespondentin.
In Wiesbaden selbst herrscht unterdessen eine gespenstische Ruhe. "Man könnte meinen, die Abgeordneten hätten sich kollektiv in Winterstarre begeben", berichtete ein Lokaljournalist. "Die Flure des Landtags sind leer, die Büros geschlossen – als ob alle auf den Ausgang eines Schachspiels warten, das niemand gewinnen kann."
Ausblick
Experten rechnen damit, dass die hessische Verfassungsdebatte in den kommenden Wochen an Schärfe gewinnen wird. "Wir müssen über Alternativen nachdenken", sagte ein Verfassungsrechtler der Universität Marburg. "Vielleicht brauchen wir ein neues Wahlsystem, das Pattsituationen von vornherein ausschließt – oder zumindest ein Regelwerk für den Fall des exakten Gleichstands."
Unterdessen wächst der Druck auf die Fraktionen, eine Lösung zu finden. "Die Hessen wollen regiert werden, nicht zuschauen, wie sich zwei Parteien im Kreis drehen", sagte ein Bürgerrechtler unserer Redaktion. "Die Uhr tickt, und mit jedem Tag ohne handlungsfähige Regierung verliert die Demokratie an Glaubwürdigkeit."
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