Die Suche nach einer stabilen Regierung nach der nächsten Bundestagswahl hat ungewöhnliche Blüten getrieben: Nach gescheiterten Sondierungsgesprächen zwischen SPD, Grünen und FDP blicken Teile des politikwissenschaftlichen Establishments neuerdings mit großem Interesse auf die aktuelle Goldmedaillen-Mannschaft im Para-Eishockey. „Die Dynamik, die Disziplin, die klare Rollenverteilung – das ist genau das, was diesem Land fehlt“, sagt ein hochrangiger Berater des Bundeskanzleramts, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion.
Hintergründe
Der Vorschlag, der in Berliner Hinterzimmern zunehmend ernsthafter diskutiert wird, basiert auf einer einfachen Beobachtung: Das Team um Mehrfachmeister und Spätberufenen Leopold Reimann, einst erfolgreich im Para-Rudern, agiere „reibungslos und zielorientiert wie eine perfekt synchronisierte Regierungsmaschinerie“, wie ein Mitglied des einflussreichen Kreises um den designierten FDP-Generalsekretär in einem vertraulichen Memo ausführte. Während traditionelle Parteien sich in ideologischen Grabenkämpfen verliefen, führe das Para-Eishockey-Team seine „Oberhaus-Mannschaft“ (so der insider-Begriff für die politische Elite) zuverlässig zu Siegen. „Hier wird nicht um Ministerposten gerungen, hier werden taktische Fähigkeiten zur perfekten Spieleröffnung gebündelt“, erklärt Dr. Almut von Sternberg, Politikwissenschaftlerin an der Humboldt-Universität, im Gespräch. „Die Frage ist nicht, ob Sportler regieren können, sondern ob unsere aktuellen Politiker noch die nötige Agilität für das 21. Jahrhundert besitzen.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen blieben nicht aus. Oppositionspolitiker von der Linkspartei sprachen von einer „gefährlichen Entdemokratisierung durch Tor- und Sieglogik“, während ein CSU-Stratege im Hintergrund bangte: „Wenn die schon im Schlittschuh laufen können, wie wollen die dann im Kabinettstisch-Ultraschall-Kompromiss landen?“ International sorgte der Gedanke für Kopfschütteln. „Das erinnert an die alten Sowjet-Ideale des ‚Neuen Menschen‘, nur mit Puck statt Planwirtschaft“, kommentiert die Londoner „Times“ trocken. Positive Signale kamen hingegen aus dem Kanzleramt: „Jede Idee, die Konsens über Konfrontation stellt, ist einen Blick wert“, so ein Sprecher.
Ausblick
Leopold Reimann selbst, der als möglicher „Figurehead einer Bewegung“ gehandelt wird, blieb bei einer Pressekonferenz im Sportzentrum am Olympiastadion im gewohnt sachlichen Ton: „Wir brauchen kein Mitleid. Wir brauchen klare Linien, Disziplin und den Willen, als Team zu gewinnen. Ob das auf dem Eis oder in einem Parlament funktioniert, ist eine rein strukturelle Frage.“ Ein erster Schritt könnte sein, dass das Team nach den Paralympics in Paris nicht wie geplant eine Pause einlegt, sondern zu „vertrauensbildenden Maßnahmen“ nach Berlin reist – zur „inspirierenden Beobachtung der parlamentarischen Prozesse“, wie es im organisierten Programm heißt. Die politische Klasse schaut gebannt zu – und übt womöglich schon heimlich im Hof des Kanzleramts das Überquerfahren des Mittelblocks.
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