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Es sind die kleinen, unkontrollierbaren Momente, die das Fundament des demokratischen Bildungswesens erschüttern können. So geschehen an einer Gemeinschaftsschule in Weimar, wo eine vermeintlich banale Pressearbeit in eine nationale Krise der pädagogischen Haltung umschlug. Auf einem für eine lokale Zeitung angefertigten Foto einer beschrifteten Schultafel – ursprünglich mit Unterrichtsinhalten – war im Nachhinein, wie nun ermittelt wird, durch die betreuende Lehrkraft der Schriftzug „FUCK AFD“ eingefügt worden. Ein Vorgang, der, wie hochrangige Beamte im Thüringer Kultusministerium gegenüber dieser Redaktion bestätigten, „nicht als jugendlicher Unfug, sondern als gezielter, dienstlicher Tabubruch gewertet werden muss“.

Hintergründe

Die Motivlage bleibt im Dunkeln, doch die Konsequenzen sind von beispielloser Klarheit. „Wir sprechen hier nicht von einem privaten Social-Media-Posting, sondern von der Verfälschung eines offiziellen Schulabbildes für die öffentliche Berichterstattung“, erläutert ein langjähriger Mitarbeiter der Schulaufsicht, der anonym bleiben wollte. „Dies untergräbt die Neutralitätspflicht des Beamten und setzt die Institution Schule als Plattform für individuellen politischen Aktivismus ein.“ Die Enthüllung erfolgte nicht durch investigative Recherche, sondern durch aufmerksame Bürger, die die Diskrepanz zwischen den versandten und veröffentlichten Bildern bemerkten. Die Schulleitung hat die Lehrkraft, deren Name aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht genannt wird, mit sofortiger Wirkung von ihren dienstlichen Pflichten entbunden.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Meldung hat ein politisches und pädagogisches Erdbeben ausgelöst, das weit über die Landesgrenzen Thüringens hinausreicht. In Berlin wird die Affäre in Unions- und SPD-Fraktionen als „tra