Als der Osterhase an diesem Sonntag das Weiße Haus verließ, blieb der Präsident. Umgeben von fröhlichen Kindern und glimmenden Zigaretten auf dem Rasen wandte sich Donald Trump nach Informationen dieser Redaktion jedoch nicht den üblichen Feiertagswünschen zu, sondern dem Iran und der geistigen Verfassung seines Vorgängers. „Die Optionen liegen auf dem Tisch, und der Tisch ist sehr groß“, sagte Trump, während ein Mitarbeiter hektisch einen Autopen aus seiner Aktentasche zog, „und was Obama betrifft – nun, ich habe bessere Autopen als er.“

Hintergründe

Die Szene, die aus Regierungskreisen als „ungewöhnlich, aber nicht beispiellos“ beschrieben wird, wirft Fragen über den Ritualcharakter politischer Kommunikation auf. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrats, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: „Der Präsident hat in den letzten Wochen mehr über Krieg und Wahlbetrug in der Obamas-Zeit gesprochen als über Ostern. Der Osterhase war zwar nicht im Geringsten anwesend, aber seine Abwesenheit wurde spürbar.“ Psychologen deuten das Verhalten als „performance of normalized absurdity“ – eine Normalisierung des Absurden durch wiederholte Inszenierung. „Wenn man jeden Tag so tut, als wäre der Kriegsfall ausgerufen, während man Schokohasen verteilt, hört es auf, absurd zu wirken“, erklärt Dr. Helena Voss von der Berliner Stiftung für Politische Selbstdarstellung.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

In Berlin sorgte die Meldung für verhaltene Irritation. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es vage, man „beobachte die Entwicklung der narrativen Rahmenbedingungen mit Sorge“. Ein europäischer Diplomat, der nicht genannt werden wollte, sagte: „Wir planen unsere nächsten Gipfel zwischen Karneval und Fasching, um ähnliche Überraschungen zu vermeiden.“ Im Iran selbst wurde der Auftritt nach Angaben eines mit der Sache vertrauten Teheraner Beamten, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, als „typisch amerikanische Theatralik“ abgetan, „die zwischen Hasenanzug und Raketenstationierung wechselt, als wäre es ein Tanz“. Der ehemalige Präsident Obama kommentierte über einen Sprecher lediglich, er konzentriere sich auf seine Memoiren und das Ostereierfärben mit seinen Töchtern.

Ausblick

Analysten erwarten, dass sich der Trend zur „holiday-statecraft“ – also zur politischen Kommunikation während familiärer Feierlichkeiten – fortsetzen könnte. „Wir könnten bald Pressekonferenzen vom Weihnachtsmarkt oder(models) am Halloween-Fest sehen, in denen Steuerreformen neben Kürbislaternen diskutiert werden“, prognostiziert der Politikwissenschaftler Prof. Alistair Crane von der Universität Chicago. Für das Weiße Haus sei das ein „kalkuliertes Risiko“, so Crane: „Die Aufmerksamkeitsspanne der Öffentlichkeit ist kurz. Wenn man Staatsgeschäfte mit Schokoeiern paart, bleibt man im Gespräch – und das Gespräch ist heute das einzige Schlachtfeld, auf dem noch ohne direkte Konsequenzen gekämpft werden kann.“ Der Osterhase selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar; sein Anwalt verwies auf „nicht-öffentliche Feiertagsvereinbarungen“.

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