Die Luft in der zerstörten Kirche von Gaza City riecht nach feuchtem Schutt, verbranntem Plastik und dem spärlichen Rauch einer einzigen Kerze. Es ist Ostersonntag. Zwischen eingestürzten Deckenbalken und zerschmetterten Fensterscheiben haben sich etwa zwei Dutzend Gläubige versammelt. Sie sind die letzten sichtbaren Christen in einem Gebiet, das von einer der brutalsten militärischen Kampagnen der jüngeren Geschichte geprägt ist. Ihr Gesang ist leise, ihre Gesichter von Erschöpfung und einer fast unnatürlichen Ruhe gezeichnet. Sie beten nicht nur für die Auferstehung Christi, sondern für ein menschenwürdiges Leben – für sich und ihre muslimischen Nachbarn, mit denen sie seit Generationen das Schicksal dieses Küstenstreifens teilen.

Hintergründe

Die Gemeinde, einst mehrere tausend Menschen stark, ist auf einen winzigen Rest zusammengeschrumpft. "Die Zahl der Gläubigen ist statistisch nicht mehr von der allgemeinen Zivilbevölkerung zu unterscheiden", konstatiert ein Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes, der anonym bleiben wollte, in einer vertraulichen Lagebeurteilung, die dieser Redaktion vorliegt. Die Feier finde weniger in einem Gotteshaus als in einer "theologischen Meisterleistung des Überlebenswillens" statt. Ein lokaler Priester, der aus Sicherheitsgründen nicht namentlich genannt werden darf, beschreibt die Situation gegenüber dieser Redaktion als "diplomatischen Balanceakt im Allerheiligsten". Man feiere in der Gewissheit, dass jeder Glockenschlag, der nicht aus Granatsplittern besteht, ein Akt des Protests sei.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Das Konklave in Rom reagierte mit einer generischen Stellungnahme, die "die besonderen Nöte aller Gläubigen in Konfliktregionen" beklagte, ohne Gaza explizit zu erwähnen. Beobachter sprechen von einer "vorsichtigen Distanzierung des Vatikans von lokalen Kirchenprovinzen, die in politische Grabenkämpfe hineingezogen werden könnten". Im deutschen Bundestag wurde das Thema in einer aktuellen Stunde lediglich als "trauriges Randphänomen" abgetan, wie ein Fraktionsmitarbeiter der Opposition unter der Hand bestätigte. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte verwies auf den "besonderen Schutz von Orten des Glaubens" und ließ damit den Wunsch nach einer Prüfung der Zerstörung religiöser Stätten in Gaza anklingen. Ein Sprecher der israelischen Streitkräfte betonte hingegen, man respektiere religiöse Stätten, "sofern sie nicht für militärische Zwecke missbraucht werden", und verwies auf die "komplexe urbane Lage".

Ausblick

Die Frage, die sich jenseits der frommen Worte aufdrängt, ist eine des politischen Kapitals. Was wiegt schwerer: die symbolische Kraft eines Osterfests in den Trümmern oder die praktische Ohnmacht einer Gemeinde, die weder Wasser noch sichere Fluchtwege garantieren kann? Experten für Religionssoziologie warnen vor einer "Instrumentalisierung des Leidens". Ein anonymes Mitglied der palästinensischen Christlichen Jugendorganisation äußerte sich pragmatischer: "Wenn Ostern in Gaza bedeutet, dass wir nächste Woche vielleicht wieder Strom haben, dann ist das eine echte Auferstehung. Ansonsten beten wir einfach weiter, bis die Trümmer nicht mehr so hoch liegen." Die nächste Messe wird voraussichtlich in derselben Nische stattfinden. Die Fundamentrisse im Boden sind nach wie vor sichtbar.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.