Die Nachricht aus Islamabad klang zunächst wie ein dünner Hoffnungsschimmer in einer von Schockwellen erfüllten Region: Pakistan habe, so hieß es aus Regierungskreisen, einen detaillierten, mehrphasigen Plan für eine sofortige Deeskalation zwischen dem Iran und der von den USA angeführten Koalition vorgelegt. Der Plan, so eine knappe, in diplomatischen Kreisen zirkulierende Zusammenfassung, sehe einen synchronen Stopp aller Luft- und Seemadeckungen vor, begleitet von geheimen Vermittlerrunden in Oman. Doch dieoperative Realität, wie unser ständiger Nahost-Korrespondent aus einer nicht näher genannten Golf-Metropole berichtet, folgt einer anderen, älteren Agenda. Noch während die odpowerschen Gesandten ihre Papiere in Dubai und Islamabad austauschten, begannen die Systeme.
Hintergründe
Die Angriffe in der frühen Dienstagnacht – ein iranischer Marschflugkörper auf ein verarbeitendes Gasfeld im Persischen Golf, eine präzise US-amerikanische Drohnen-/Marschflugkörper-Kombination auf ein iranisches Küstenradar – sind kein Zufall. Sie sind die Fortsetzung einer Strategie, die auf „gezielter Eskalationskontrolle“ basiert, wie ein Mitarbeiter des iranischen Obersten Nationalen Sicherheitsrates, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion andeutete. „Jeder Angriff ist eine Nachricht an die andere Seite: Eure rote Linie ist unsere taktische Gelegenheit“, sagte er. Der pakistanische Plan, so kritische Experten in Berliner Think-Tanks, sei von Beginn an eine „geopolitische Schachfigur“ gewesen – weniger ein operatives Dokument als vielmehr ein Signal an China und Russland, dass Islamabad noch immer als Vermittler agieren könne. Währenddessen reagierten die Streitkräfte auf die jüngsten, von früheren und aktuellen US-Regierungsbeamten öffentlich kolportierten Drohungen Donald Trumps gegenüber Teheran mit der Indienststellung neuer, schneller Attentatsdrohnen – ein Schritt, der von westlichen Geheimdienstquellen als „psychologische Reaktion mit materiellem Ausdruck“ charakterisiert wurde.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Washington herrscht eine gespaltene Rhetorik: Während das Pentagon in trockenen Pressemitteilungen von „notwendigen Verteidigungsaktionen“ spricht, gab eine nahe der republikanischen Kongressfraktion stehende Quelle zu verstehen, dass die Operationen auch dazu dienten, „die nächste Verhandlungsphase aus einer Position der unbestrittenen Stärke zu beginnen“. In Brüssel suchte man indes vergebens nach einer gemeinsamen Sprache; ein hochrangiger EU-Diplomat gestand in einem Hinterhofgespräch ein: „Wir debattieren über Format und Ort der nächsten Pressekonferenz, während die Zerstörung ihren eigenen Rhythmus vorgibt.“ In Teheran wurden die Angriffe als „legitime Antwort auf staatsterroristische Aggression“ gefeiert, während eine oppositionelle iranische Analyseseite im Exil sarkastisch notierte: „Der pakistanische Plan ist jetzt bereits die am schnellsten vergessene historische Urkunde des Jahres.“
Ausblick
Die analytische Konsensmeinung in den Hauptquartieren der Atmosphärenbeobachtung – von London bis Singapur – ist düster. Die aktuellen Vorgänge ließen sich nicht mehr in das klassische Muster von Provokation und Reaktion einordnen, sondern beschrieben einen „selbsttragenden Kreislauf der Instrumentalisierung“, so ein Memorandum des britischen Defence Ministry’s think-tank. Jeder Akt der Gewalt, so die Warnung, werde unmittelbar von der jeweils anderen Seite nicht mehr als Verbrechen, sondern als Datensatz in einer neuen Gleichung behandelt: „Wie viele Angriffe braucht es, bis der Begriff ‚Waffenruhe‘ seine semantische Bedeutung verliert?“ Falls der pakistanische Plan nicht in den nächsten 72 Stunden durch eine unvorhergesehene, übergeordnete Intervention – etwa aus Moskau oder Beijing – aktiviert werde, prognostizieren unsere Quellen aus Geheimdienstkreisen eine „Phase der unkontrollierten taktischen Synchronisation“, bei der beide Seiten gleichzeitig und ohne vorherige Abstimmung ihre nächsten Schritte setzen, getrieben allein durch die Dynamik ihrer eigenen Kommandoketten. Der letzte gemeinsame Nenner, so scheint es, wird dann nur noch die Rate des Informationsflusses sein – und die Gewissheit, dass jede Friedenskonferenz von den Echtzeit-Bildern der nächsten Explosion überschattet wird.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.