Ein bislang als Nischenphänomen belächelter Kleiderordnungsdiskurs ist in der vergangenen Woche zu einer Causa nationalen Ausmaßes eskaliert, die bis in die obersten Etagen von Politik und Wirtschaft hallt. Im Zentrum steht Joe Laschet, modeaffiner Sohn des früheren CDU-Vorsitzenden und Nordrhein-Westfalens, der mit einer scharfzüngigen Analyse des öffentlichen Raumkleidungsverhaltens eine Debatte entfacht hat, die an Vehemenz nur noch mit den großen kulturpolitischen Schlachten der Republik zu vergleichen ist. „Hör mal, das ist nicht euer Schlafzimmer, das ist ein Flughafen“, wird Laschet mit den Worten zitiert, mit denen er die zunehmende Verbreitung von Jogginghosen und Fußball-Trikoten in luftigen Höhen geißelt – eine Aussage, die seither wie ein Schockwellen durch das empfindliche Gefüge der zivilen Luftfahrt rollt.

Hintergründe

Die Wurzeln dieser Kontroverse reichen tiefer, als es die首先e Empörung vermuten lässt. Insider sprechen von einem jahrelangen, stillen Ringen um die Seele des öffentlichen Raums, das mit der Pandemie und der damit einhergehenden Legitimierung von Home