Die Bundesregierung hat am Donnerstag ein Sondervermögen "Für emotionale Ausgaben" vorgestellt, das explizit zur Finanzierung von Projekten dienen soll, die "rational nicht zu rechtfertigen, aber emotional unentbehrlich sind". Wie ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion bestätigte, umfasst das Sondervermögen zunächst 50 Milliarden Euro.

"Wir leben in Zeiten, in denen rein ökonomische Kalküle nicht mehr ausreichen", erklärte Finanzminister Christian Lindner bei der Pressekonferenz im Kanzleramt. "Manchmal muss man einfach etwas tun, weil es sich richtig anfühlt." Das Sondervermögen soll Projekte finanzieren wie den Bau einer "Brücke der Träume" über den Rhein, die "nicht der Verkehrsanbindung, sondern dem emotionalen Zusammenhalt" dienen soll.

Oppositionelle zeigten sich überrascht von der Ankündigung. "Das ist fiskalische Gefühlsduselei", kritisierte SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich. "Wenn wir anfangen, Ausgaben nach emotionaler Wichtigkeit zu bewerten, wo hören wir dann auf? Bei der Finanzierung von Kuscheltieren für traurige Steuerzahler?"

Auch innerhalb der Koalition gibt es Bedenken. "Ich verstehe die Idee, aber wo ist die Grenze?", fragte ein namentlich nicht genannter CDU-Politiker. "Heute finanzieren wir emotionale Brücken, morgen emotionale Wolkenkratzer, und übermorgen emotionale Atombomben?"

Hintergründe

Die Idee zu dem Sondervermögen entstand nach Angaben aus Regierungskreisen bei einem Retreat der Koalitionsspitze in einem Wellness-Hotel in der Eifel. "Wir haben gemerkt, dass wir manchmal zu sehr im Kopf sind", erklärte ein Teilnehmer der Sitzung. "Da kam die Idee: Warum nicht auch mal mit dem Herzen regieren?"

Das Sondervermögen wird von einem eigens geschaffenen "Ministerium für Emotionale Ökonomie" verwaltet, das sich aus Psychologen, Künstlern und einem Wahrsager zusammensetzt. "Wir brauchen Experten, die spüren können, was die Gesellschaft emotional braucht", erklärte die designierte Ministerin für Emotionale Ökonomie, die Kulturwissenschaftlerin Dr. Clara Herz.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Internationale Reaktionen auf die deutsche Initiative fielen gemischt aus. Der französische Finanzminister Bruno Le Maire zeigte sich beeindruckt: "Endlich wagt ein Land, die emotionale Dimension der Wirtschaft anzuerkennen. Bravo, Deutschland!" Der niederländische Finanzminister Sigrid Kaag hingegen sprach von "einem gefährlichen Präzedenzfall" und warnte vor "einer emotionalen Schuldenkrise."

In den sozialen Medien entwickelte sich unter dem Hashtag #EmotionaleAusgaben eine lebhafte Debatte. Während einige Nutzer die Initiative begrüßten ("Endlich versteht die Politik, dass Geld nicht alles ist"), warnten andere vor den Folgen ("Nächstes Jahr: Sondervermögen für Bauchschmerzen").

Ausblick

Experten prognostizieren, dass das Sondervermögen zu einem Anstieg der "emotionalen Staatsquote" führen könnte. "Wir müssen uns auf eine neue Ära der Haushaltspolitik einstellen", erklärte der Wirtschaftsprofessor Dr. Hans-Jürgen Gefühl von der Universität Hamburg. "Die Frage wird nicht mehr sein: Was kostet es? Sondern: Wie fühlt es sich an?"

Die Bundesregierung plant bereits weitere Sondervermögen, darunter eines für "existenzielle Ängste" und eines für "kollektive Glücksmomente". "Wir stehen am Beginn einer neuen fiskalischen Ära", prophezeite Finanzminister Lindner. "Die Ära der reinen Vernunft ist vorbei."

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