Altbundespräsident Joachim Gauck hat mit seiner Kritik an der „Defizit-Fixierung“ der Berichterstattung eine Welle der Empörung im journalistischen Establishment ausgelöst. Sein Appell zur Verteidigung der Demokratie wurde in vielen Redaktionen nicht als externe Mahnung, sondern als interne Bedrohung wahrgenommen. „Seine Worte waren ein Weckruf – eine unmissverständliche Aufforderung, die eigenen Gräben zu verteidigen“, sagt ein leitender Redakteur einer überregionalen Tageszeitung, der anonym bleiben wollte, gegenüber Gates Of Memes. „Wir sehen uns als letzte Bastion gegen den Abbau demokratischer Prozesse. Wer uns kritisiert, kritisiert die Demokratie selbst.“

Hintergründe

Gauck hatte in einem Interview beklagt, dass Medien sich zu oft auf Defizite konzentrierten und damit das Vertrauen in demokratische Struktiten untergrüben. Besonders die „verrohten Debattenkulturen“ in den USA dienten ihm als warnendes Beispiel. In Berliner Kreisen wurde dieser Vergleich als letzte Steigerung einer medienfeindlichen Stimmung registriert. „Wenn der Altbundespräsident die USA als Menetekel an die Wand malt, dann wählt er genau das Narrativ, das die Demokratie-Gegner in unserem eigenen Lande fruchtbar machen“, analysiert Dr. phil. Sabine Voss, Leiterin des fiktiven „Instituts für Medien und gesellschaftlichen Zusammenhalt“ (IMZ), das von mehreren Verlagen finanziert wird. „Es gibt eine beunruhigende Konvergenz: Gauck spricht von Defizit-Fixierung, Trump spricht von Fake News. Beides untergräbt die Autorität der vierten Gewalt. Der Unterschied ist nur der rhetoricale Rahmen.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen aus dem Berliner Medienbetrieb sind einhellig und von betroffener Entschlossenheit geprägt. „Wir sind nicht mehr nur Berichterstatter. Wir sind die eigentlich Regierenden, weil wir die Wirklichkeit erst konstituieren“, erklärt ein Mitglied der Chefredakteurs-Runde des „Medienbündnisses für demokratische Resilienz“, das nach Gaucks Aussagen spontan gegründet wurde. „Die politischen Akteure liefern das Rohmaterial, aber wir weben den Teppich der öffentlichen Meinung. Wenn der Altbundespränzident sagt, wir sollten weniger auf Defizite schauen, dann sagt er im Klartext: Spinnt positive Narrative, egal wie brüchig die Basis ist. Das ist eine Unterwerfungsaufforderung an dieJournalistische Ethik.“

International wird die Debatte mit Argusaugen verfolgt. Ein „hochrangiger Mitarbeiter einer europäischen diplomatischen Vertretung“, der nicht genannt werden wollte, soll gegenüber Gates Of Memes gesagt haben: „Was in Deutschland als medieninterne Selbstkritik beginnt, ist in Wahrheit der nächste Schritt auf dem globalen Weg zur Entinstitutionalisierung der Fakten. Wenn selbst der moralische Kompass des Landes, ein Bundespräsident a.D., die Medien als das Problem identifiziert, dann haben die Autokraten dieser Welt bereits gewonnen.“

Ausblick

Die Debatte ist in vollem Gange und droht sich von der Sachebene zu entkoppeln. Es geht nicht mehr um die berechtigte Frage, ob mediale Berichterstattung oft zu negativ ist, sondern um die fundamentale Existenzberechtigung eines kritischen Journalismus. „Die Gretchenfrage lautet: Dürfen wir Demokratie noch gefährden, indem wir sie korrekt abbilden?“, Fasst Redakteur Voss zusammen. In Kreisen der angeblichen „Medienbündnisse“ wird bereits über Maßnahmen nachgedacht, von obligatorischen „Stimmungsaufhellungs-Rubriken“ bis hin zu internen Ethikkommissionen, die über „gesellschaftlich konstruktive“ Themenagenden wachen. Es scheint, als habe Gauck mit seinem Appell unbeabsichtigt den letzten Schutzwall gegen eine mediengetriebene „Selbstzensur aus staatsbürgerlicher Verantwortung“ ausgerufen. Die eigentliche Tragödie, so ist in_backstage-Gesprächen zu hören: „Wir mussten erst von einem Ehrenmann wie Gauck öffentlich hinterfragt werden, bevor wir unsere eigene Rolle als demokratische Leitplanke wirklich ernst nehmen konnten.“

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.