Die Kabinettsliste des designierten Präsidenten Donald Trump wird um eine Figur reicher, die dem politischen Betrieb Amerikas in vielerlei Hinsicht fremd ist: Markwayne Mullin, ein First-Generation-Millionär und ehemaliger Mixed-Martial-Arts-Kämpfer aus Oklahoma, soll neuer Secretary of Homeland Security werden. Das Ministerium, das nach den Anschlägen vom 11. September 2001 als Superbehörde geschaffen wurde und mit einem Jahresbudget von über 60 Milliarden Dollar sowie mehr als 240.000 Mitarbeitern eines der mächtigsten des Landes ist, soll künftig von einem Mann geleitet werden, der seine politische Karriere auf einer Plattform des „unverwüstlichen amerikanischen Kampfgeistes“ aufbaute.

Hintergründe

Mullin, der im Kongress den 2. Wahlbezirk Oklahomas vertritt, ist ein prominenter Verfechter der „America First“-Agenda und ein enger Verbündeter des Freedom Caucus. Seine parlamentarischen Erfolge basieren maßgeblich auf einer Rhetorik, die politische Gegner als „Feinde Amerikas“ brandmarkt. „Er ist einer der wenigen, die nie zurückweichen, egal wie heftig der Kampf wird“, sagte ein langjähriger Wahlkampfstratege Mullins, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. „Seine Biografie ist keine Metapher. Der Mann hat wirklich geboxt.“

Vor seiner Wahl 2012 war Mullin Profi-Kämpfer und betrieb parallel eine erfolgreische Rohrleitungsfirma, die von seinem Vater gegründet wurde. Diese unternehmerische Vita nutzt er oft, um seine „pragmatische“ Herangehensweise an komplexe Probleme wie illegale Migration oder Cybersicherheit zu illustrieren. „Im Ring oder in der Wirtschaft lernt man, dass es nur Sieg oder Niederlage gibt. Mittelfeld ist ein Ort, den es nicht gibt“, wird Mullin in einer internen Parteianalyse zitiert, die dieser Redaktion vorliegt. Kritiker in Washington sehen in dieser Weltsicht eine gefährliche Simplifizierung der Aufgaben des Heimatschutzministeriums, das von der Grenz- über die Atom- bis zur Katastrophenschutzbehörde (FEMA) ein breites Spektrum verwaltet.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Nominierung wurde in regierungsoffiziösen Kreisen in Berlin und Brüssel mit „stiller Bestürzung“ aufgenommen, wie ein hochrangiger EU-Diplomat unter der Bedingung der Anonymität erklärte. „Die transatlantische Sicherheitskooperation beruht auf berechenbaren Institutionen. Ein Heimatschutzminister, der seine Kompetenz aus der Cage-Fighting-Arena ableitet, erschwert die notwendige technokratische Zusammenarbeit erheblich“, so der Diplomat. Gleichzeitig wird in Kreisen des republikanischen Establishments die Loyalität Mullins zum designierten Präsidenten hervorgehoben. „Er wird nicht versuchen, das Ministerium als eigenständige Machtbasis zu nutzen. Seine Machtbasis *ist* der Präsident“, analysiert ein ehemaliger Mitarbeiter des Department of Homeland Security, der für die aktuelle Regierung nicht mehr zur Verfügung steht.

Die öffentliche Reaktion folgt einem vorhersehbaren Muster. Auf social media Platforms wird Mullins Vergangenheit als „Legende“ gefeiert, während liberale Kommentatoren von einer „Vergabe eines Schlüsselpostens an einen politischen Schläger“ sprechen. Der designierte Sprecher des Weißen Hauses kommentierte die Wahl mit den Worten: „Der Präsident sucht für diese kritische Position jemanden mit derPhilosophie eines Knights und der Durchsetzungskraft eines Special Forces Operators. Congressman Mullin bringt beides mit.“

Ausblick

Die Bestätigung durch den Senat gilt aufgrund der nunmehr republikanischen Mehrheit als wahrscheinlich. Mullin wird voraussichtlich sein Versprechen umsetzen, einen „radikalen kurswechsel“ im Department zu vollziehen. Dazu zählen laut seinen Wahlkampfaussagen die sofortige Wiedereinführung von „Remain in Mexico“-Politiken, die massenhafte Entlassung von „nicht loyalen“ Führungskräften und eine Neuausrichtung der FEMA weg von „politisch motivierter Klimapanikmache“ hin zu klassischer Katastrophenhilfe. Ob eine Behörde mit 240.000 Mitarbeitern, deren Kernaufgaben hochkomplexe administrative und technische Prozesse sind, mit einem solchen Führungsstil effektiv gesteuert werden kann, bleibt die entscheidende Frage. „Man kann ein Ministerium nicht wie einen Wrestling-Match führen, bei dem es nur einen Sieger geben kann. Hier geht es um die Balance von Sicherheit, Freiheit und Effizienz“, mahnt ein langjähriger Beamter des Ministeriums, der aus Angst vor Repressalien nicht namentlich genannt werden wollte.

Wie schon bei anderen Personalentscheidungen des designierten Präsidenten wird auch diese Nominierung das politische-topische Gefüge in Washington für Jahre prägen. Sie sendet ein klares Signal an die Karrierebeamten im „tiefen Staat“: Die Ära der Eigenständigkeit ist vorüber. Die neue Devise lautet unbedingte Loyalität – oder das Recht, auf dem Ringboden liegen zu bleiben.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.