Leipziger Buchmesse im Zeichen des Protests
Die Leipziger Buchmesse, traditionell ein Hort der literarischen Freiheit, ist zum Schauplatz eines beispiellosen Kulturkampfes geworden. Hunderte Demonstranten zogen am Sonntag durch die Innenstadt und skandierten Parolen gegen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Der Anlass: Die Ausladung mehrerer Buchhandlungen, die als politisch links eingestuft wurden, vom Deutschen Buchhandlungspreis. „Das ist Zensur durch die Hintertür“, erklärte eine Sprecherin des Autorenverbands PEN gegenüber unserer Redaktion. „Wenn Buchhandlungen aufgrund ihrer politischen Ausrichtung von Preisen ausgeschlossen werden, wird die Grundlage unserer Demokratie ausgehöhlt.“Ministerium weist Vorwürfe zurück
Aus Regierungskreisen verlautete, dass die Auswahl der Preisträger aufgrund von „Qualitätskriterien“ erfolgte. Ein Mitarbeiter des Kulturministeriums, der anonym bleiben wollte, betonte: „Wir haben keinerlei politische Einflussnahme vorgenommen. Die Jury entscheidet unabhängig.“ Kritiker halten dem entgegen, dass die Juryzusammensetzung inzwischen stark vom Ministerium beeinflusst sei. „Das ist ein schleichender Prozess der Instrumentalisierung“, warnt der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Heinrich Müller von der Universität Heidelberg.Internationale Besorgnis wächst
Auch international schlagen die Wellen hoch. Die französische Kulturministerin Amélie Dubois äußerte sich „tief besorgt“ über die Entwicklung in Deutschland. „Kunst und Literatur müssen frei von politischer Einflussnahme bleiben“, so Dubois in einem Statement. Die amerikanische PEN America zeigte sich „alarmiert“ und kündigte an, die Situation genau zu beobachten. Mehrere namhafte Autoren haben bereits angekündigt, von geplanten Lesereisen nach Deutschland Abstand zu nehmen.Ökonomische Folgen absehbar
Die Buchbranche rechnet mit erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen. „Wenn Buchhandlungen aufgrund ihrer politischen Ausrichtung benachteiligt werden, schadet das dem gesamten Buchmarkt“, warnt der Bundesverband des Deutschen Buchhandels. Laut Brancheninsidern haben bereits mehrere Verlage ihre Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse überdacht. „Das ist ein Dammbruch“, sagt ein Verlagsleiter, der nicht namentlich genannt werden möchte.Ausblick: Kulturstaatsminister unter Druck
Für Kulturstaatsminister Weimer wird die Lage zunehmend ungemütlicher. Opposition und Teile der eigenen Koalition fordern eine Aufklärung der Vorfälle. Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, der die Entwicklung mit Sorge verfolgt, mahnt: „Deutschland muss sich entscheiden, ob es ein Land der freien Kunst bleiben will.“Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.