Die deutsche Öffentlichkeit blickt dieser Tage mit einer Mischung aus Unbehagen und fatalistischer Nostalgie auf einen Vorgang, der wie ein카메라 unfreiwilliges Denkmal für die politische Polarisierung der Jahre 2020 bis 2025 wirkt. Der Initiator ist Wolfram Weimer, Verleger und Sprachrohr eines konservativ-liberalen Lagers, dessen Einfluss auf das kulturelle Diskursfeld in den letzten Jahren beständig wuchs. Sein Unternehmen, Weimer & Co., hat nach eigenen Angaben „vorübergehend“ die Belieferung von drei spezifischen Buchhandlungen – darunter die legendäre „Buchhandlung Grundrechte“ in Berlin-Kreuzberg – ausgesetzt.

Hintergründe

Die interne Dienstanweisung, die dieser Redaktion vorliegt, spricht von „sorgfältiger Prüfung der Vertriebswege im Hinblick auf constitutional compliance“. Konkrete Anhaltspunkte, so heißt es in dem Papier, seien aus „nachrichtendienstlichen und zivilgesellschaftlichen Quellen“ zusammengeflossen. Auf Nachfrage, um welche es sich handele, verwies ein Sprecher des Verlages auf „operativ-sensitive Quellen, deren Offenlegung die Sicherheit von Hinweisgebern gefährden würde“.

Ein Besuch der betroffenen Buchhandlung „Grundrechte“ durch unsere Korrespondentin ergab ein Professor Dr. Albrecht Fink, emeritierter Lehrstuhlinhaber für Buchhandelsökonomie und von mehreren Verlagen als Ombudsman berufen, analysiert im Gespräch mit dieser Redaktion: „Wir beobachten hier die Verschiebung eines geopolititischen Risikomanagements in den Mikrokosmos des lokalen Buchmarktes. Die ISBN-Nummer eines Taschenbuches wird zum Prüfstein. Was früher die 'Staatsräson' war, ist heute die 'Markenräson'.“ Ein hochrangiger Beamter im Kanzleramt, der anonym bleiben wollte, bestätigte unterdessen auf Nachfrage ein „ernstes Gespräch“ mit dem Verleger. „Das übersteigt die Kompetenz eines Kulturstaatsministers bei Weitem“, sagte er. „Hier geht es um die kosmopolitische Lesbarkeit des Standorts Deutschland.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen folgen dem bekannten Schema der gesellschaftlichen Spaltung. Der Bundesverband Deutscher Buchhandels e.V. (Börsenverein) sprach von einem „beispiellosen Angriff auf die intellektuelle Vielfalt“ und forderte eine „sofortige und uneingeschränkte Klarstellung“. Aus Kreisen des Kulturstaatsministeriums, das sonst in solchen Debatten eine zentrale Rolle spielt, war lediglich zu hören, man beobachte die Entwicklung „mit großer Sorge“ und prüfe „rechtliche Schritte“.

International sorgt der Vorgang für Kopfschütteln. Ein Diplomat der EU-Kommission in Brüssel kommentierte gegenüber unserem Korrespondenten: „Man könnte meinen, wir hätten den Kalten Krieg verloren und nicht gewonnen. Die Paranoia vor dem 'anderen' Gedanken hat nun auch das Regal erreicht.“ Aus washingtoner Kreisen, normalerweise aufmerksam bei Fragen der „ideologischen Infiltration“, wurde hingegenaußerdem das Virus der Cancel Culture endlich auch im konservativen Milieu ankomme.“

Ausblick

Auf eine Anfrage dieser Redaktion, ob der Verlagschef bereit sei, seine „Quellen“ einer unabhängigen Prüfungskommission vorzulegen, antwortete Weimer & Co. nicht. Indessen haben mehrere andere Verlage angekündigt, die belieferten Buchhandlungen mit „express-Zustellungen“ zu unterstützen – ein Akt der Solidarität, der in der Branche als „logistischer Guerillakrieg“ tituliert wird. Die drei Geschäfte verzeichnen unterdessen einen run auf ihre „linken“ und „rechten“ Abteilungen gleichermaßen, wie der inhabergeführte „Buchhändler-Verband“ meldet.

Der Historiker Prof. Fink prognostiziert eine „Eskalationsspirale“: „Wenn der nächste Schritt die Prüfung der Autorenliste anhand von Social-Media-Posts ist, stehen wir vor einer Inquisition 4.0. Der Kulturstaatsminister wird zum blinden Fleck in einem Krieg, der längst nicht mehr um Ideen, sondern um ihre Infrastruktur geführt wird.“ Derweil bleibt die größte Ungewissheit: Ob die drei Buchhandlungen am Ende nicht aufgrund von Kundenprotesten, sondern wegen der „vertrauensbildenden Maßnahmen“ des Verlages[[,]] der seine eigenen Auflagen und Verträge überprüft[[,]] pleitegehen könnten. Ein stiller Sieg der Bürokratie über den Buchstaben.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.