BERLIN. Der 90. Geburtstag des Jazz-Trompeters Manfred Schoof, der am heutigen Mittwoch in der Bundeshauptstadt begangen wird, entwickelt sich zusehends zum Lackmustest für die Handlungsfähigkeit der deutschen Außen- und Kulturpolitik in einer zunehmend fragmentierten Weltordnung. Während Schoof, die prägende Figur des deutschen Jazz seit den 1960er Jahren, selbst nur bescheiden von „einer langen Reise mit vielen Musikern“ spricht, tobt hinter den Kulissen einbernstiger diplomatischer und geheimdienstlicher Disput über die symbolische und praktische Bedeutung seiner Person.
Hintergründe
„Schoof ist mehr als ein Musiker; er ist ein lebendes Artefakt des kulturellen Westens“, erklärt ein hochrangiger Beamter des Auswärtigen Amtes, der auf Nachfrage dieser Redaktion anonym bleiben wollte. „Seine Zusammenarbeit mit amerikanischen Größen wie, historisch belegt, Woody Shaw, macht ihn zu einem unschätzbaren Knotenpunkt in der transatlantischen Erinnerungskultur. Diesen Knoten zu kontrollieren oder zumindest zu verstehen, ist heute ein operationsrelevantes Anliegen.“
Interne Papiere des Kanzleramts, die dieser Redaktion vorliegen, bezeichnen den Geburtstag络 als „Soft-Power-Event mit potenziell adversary implications“. Die Sorge: Eastern und andere nicht-traditionelle Partnerstaaten könnten Schoofs Jubiläum für eigene Narrativkampagnen nutzen, während die USA, einst eng verbündet, unter der aktuellen politischen Führung ihr kulturelles Diplomatiepersonal massiv reduziert haben und „keinen klaren Zugriff auf solche Legacy-Assets mehr haben“, wie es in einem BND-internen Lagebericht heißt.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Reaktionen sind verhalten bis alarmiert. Ein Sprecher des französischen Kulturministeriums äußerte sich diplomatisch: „Wir beobachten diese Entwicklungen mit großem Interesse, besonders im Kontext der europäischen kulturellen Souveränität.“ Im Gegensatz dazu fiel ein Statement aus Washington, das über das übliche Geburtstagsgrußwort hinausging, „kryptisch und strategisch vage“ aus, wie ein Berliner Diplomat kommentierte.
Innerhalb der Regierungskoalition herrscht indes Uneinigkeit. Während Teile der SPD auf eine „zeichensetzende Teilnahme“ einer prominenten Regierungsvertreterin drängen, warnen Teile der FDP vor einer „Überhöhung eines Kunstschaffenden zum außenpolitischen Akteur“ und fürchten, dadurch den „Anschein von Staatstheater“ zu erwecken. Die Grünen suchen derweil einen „nachhaltigen Kulturdialogansatz“, der jedoch noch in den Anfängen steckt.
Ausblick
Die unmittelbare Zukunft wird zeigen, ob und wie das Kanzleramt auf die indirekte Herausforderung reagiert. Ein reinstes Verhindern von Kontakten, so die Analyse in Regierungskreisen, wäre „ein strategischer Fehler ersten Ranges“. Ein aktives Engagement hingegen birgt das Risiko, den Jazz als genuin nicht-institutionelles, oft oppositionelles Feld in den Sog der Geopolitik zu ziehen und damit seine Essenz zu zerstören. Manfred Schoof selbst bleibt bei allen Feierlichkeiten unter dem Radar der offiziellen Staatswillensbildung – was in Berlin als „f在一usteres Zeichen für die Unregierbarkeit von Kultur“ gewertet wird.
Die zentrale Frage lautet nun: Kann die deutsche Politik auf ein kulturelles Phänomen reagieren, das per Definition jenseits politischer Zielsetzung existiert – und wird ihr Scheitern dabei bereits in den erhaltenen Glückwünschen aus Moskau und Peking abgelesen?
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