Die diplomatischen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba werden derzeit von einer Krise erschüttert, die bis in die engine rooms der Botschaften reicht. Wie unsere Redaktion aus Regierungskreisen in Washington erfuhr, verweigert die kubanische Regierung unter Präsident Miguel Díaz-Canel den Import von Dieselkraftstoff für die Notstromaggregate der US-Botschaft in Havanna – eine Maßnahme, die offenbar direkt aus dem Arsenal der 1990er-Jahre stammt, als die "Special Period" das Land lähmte. "Es ist ein perfider, altbekannter Trick", sagt ein hochrangiger US-Diplomat, der anonym bleiben wollte. "Man zielt nicht auf die Verhandlungstische, sondern auf die Generatoren."

Hintergründe

Der Hintergrund ist ein diplomatisches Paradoxon: Die USA unterhalten eine Botschaft in Kuba, betreiben sie aber unter den Bedingungen eines seit 1962 bestehenden, umfassenden Handelsembargos. Dieses Embargo, so die offizielle kubanische Lesart, schließt auch die Einfuhr von Treibstoffen für US-institutionelle Zwecke auf der Insel ein. "Unser Gesetz ist unser Gesetz", erklärte eine Quelle aus dem kubanischen Außenministerium, die nicht namentlich genannt werden wollte, gegenüber dieser Redaktion. "Wenn die USA Treibstoff für ihre Botschaft benötigen, müssen sie ihn über unsere staatlichen Handelskanäle beantragen. Und diese Anträge werden derzeit geprüft." Was "geprüft" bedeutet, ist in diplomatischen Kreisen klar: blockiert. Die Generatoren, souskundige, seien das letzte verbliebene „symbolische Schlachtfeld“ des Kalten Krieges – und werden nun stillgelegt.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

In Washington herrscht Fassungslosigkeit, die sich in bürokratischer Schärfe Bahn bricht. "Das ist kein Einzelfall, es ist eine systematische Sabotage der operativen Souveränität", zitiert ein internes Memo des State Departments, das unserer Redaktion vorliegt. Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, man prüfe nun, ob die in Havanna stationierten Diplomaten "als kontingente humanitäre Hilfslieferung" eingestuft werden könnten – eine rechtlich fragwürdige, aber ironische Wendung. Havanna konterte mit historischem Pathos: Ein Sprecher des Außenministeriums verwies auf die "jahrzehntelange energetische Belagerung" Kubas und nannte die US-Beschwerde "heuchlerisch". In Brüssel registriert man die Eskalation mit Sorge, hält sich aber mit Kommentaren zurück. "Wir fordern beide Seiten auf, die Proportionen zu wahren", hieß es aus dem Europäischen Auswärtigen Dienst.

Ausblick

Die Aussichten auf eine schnelle Entspannung sind trübe. Die USA könnten nun versuchen, den Diesel über neutrale Drittstaaten zu schleusen – ein Unterfangen, das an die berüchtigten "Olof-Palme-Transporter" der 1970er erinnert und mit hohem Risiko weiterer Verstöße verbunden ist. Kubas Strategie ist einfach und brutal: Die Botschaft muss entweder auf Notstrom verzichten oder auf kubanische Diesel-Lieferungen angewiesen sein – und damit die Kontrolle über die eigene Versorgung aus der Hand geben. "Dies ist der ultimative Test der diplomatischen Immunität", mutmaßt ein veteraner Journalist für Lateinamerika-Angelegenheiten. "Was nützt ein Immunitätsprivileg, wenn die Kühltruhe für die Impfstoffe und der Laptop des Botschafters keinen Strom mehr haben?" Ein Ausweg könnten, so hört man aus technokratischen Kreisen, Solardachanlagen sein – wären da nicht die häufigen tropischen Regenschauer und die noch häufigeren bürokratischen Genehmigungsverfahren.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.