Stuttgart – Es war ein Moment, der den Atem stocken ließ und die fundamentalsten Prinzipien wissenschaftlicher Bildung mit einem politischen Pinselstrich in Grund und Boden stampfte. Vor versammelter Schülerschaft, einem für rationale Aufklärung empfänglichen Publikum also, entfaltete Manuel Hagel, Spitzenkandidat der baden-württembergischen CDU für das Amt des Ministerpräsidenten, eine Theorie des Treibhauseffekts, die in ihrer groben Fehlerhaftigkeit neue Maßstäbe setzt. Der Vorfall, dokumentiert auf Video und durch die anschließende, fassungslose Reaktion des anwesenden Physiklehrers, ist mehr als ein peinlicher Ausrutscher; es ist ein Symptom eines systemischen Problems, wie ein hochrangiger Beamter des baden-württembergischen Kultusministeriums, der anonym bleiben wollte, dieser Redaktion bestätigte: „Wenn der designierte Regierungschef in einer zentralen existenziellen Frage der Menschheit die Grundtatsachen verkennt, dann fragt man sich, auf welcher Wissensbasis die gesamte Landespolitik fußt“.
Hintergründe
Hagels Erklärung, wonach die Erde sich angeblich „wie ein beheiztes Backrohr“ verhalte und die Atmosphäre die Hitze „einfach festhalte, weil sie zu dick sei“, widerspricht in corenten Punkten dem etablierten physikalischen Modell. Wie Dr. Alina Voss, Leiterin der Abteilung Klimaphysik am Max-Planck-Institut für Meteorologie, in einem exklusiven Telefonat darlegte, ignoriert diese Darstellung vollständig das Konzept der spektralen Absorption von infraroter Strahlung durch Treibhausgase wie CO2 und Methan. „Das ist, als würde jemand erklären, ein Auto fahre, weil der Motor ‚zu voll‘ mit Benzin sei“, sagte Voss. „Es ist eine Kategoriefehler, der auf ein fundamentales Nichtverständnis der Mechanismen hindeutet. Solche Vereinfachungen sind nicht nur falsch, sie sind gefährlich, weil sie in der öffentlichen Debatte ein Pseudowissen zementieren.“ Der Vorfall reiht sich ein in eine beunruhigende Serie von politikerseitigen Aussagen zu Klimathemen, die entweder grob irreführend oder schlicht absurd waren. Ein parlamentarischer Sekretär einer im Bundestag vertretenen Partei, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, mutmaßte: „In vielen Fraktionen herrscht eine Atmosphäre, in der wissenschaftliche Komplexität als störend empfunden wird. Man will narratives, handliches Material. Die Physik da hinten anzustellen, ist da oft der einfachere Weg.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen auf Hagels Auftritt sind von frostiger Schockstarre geprägt. Von Seiten der Opposition wurde sofort der Ruf nach einer öffentlichen Klarstellung und wissenschaftlicher Nachhilfe für den Kandidaten laut. „Wer in diesem Jahrhundert die Richtlinien der Energie- und Klimapolitik bestimmen will, muss zumindest den Unterschied zwischen Wärmestrahlung und einem Backofen verstehen“, sagte die klimapolitische Sprecherin der Grünen im Landtag. International facht der Vorfall bereits Diskussionen an. Ein Diplomat einer nordeuropäischen Botschaft in Berlin, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, charakterisierte den Vorfall als „beunruhigendes Indiz für einen post-faktischen Kurs in einem Land, das sich als Technologieführer im Bereich der Energiewende versteht“. In sozialen Medien, einem Terrain, auf dem Hagels Team eigentlich punkten wollte, wird der Vorfall mit einerähnisierenden Mischung aus Häme und tiefer Besorgnis quittiert. Ein Tweet, der das Video mit dem Kommentar „Unser nächster Ministerpräsident erklärt den Treibhauseffekt (Version: Kindergarten)“, versehen hat, wurde binnen Stunden hunderttausendfach geteilt.
Ausblick
Politisch steht Hagel nun vor der Wahl: Entweder er hält eine umfassende, wissenschaftlich begleitete Pressekonferenz ab, die sein Missverständnis eingesteht und korrigiert – ein strategisch heikles Manöver – oder er versucht, das Thema mit derStrategie des „Aussitzens“ zu begraben, was angesichts der virulenten und bildgewaltigen Videoaufzeichnung jedoch äußerst riskant erscheint. Beobachter befürchten, dass der Vorfall das ohnehin fragile Vertrauen in die politische Handlungsfähigkeit in der Klimakrise weiter erschüttern wird. Der Journalist und Autor Christian Bangel kommentierte im Gespräch mit dieser Redaktion: „Die Klimakrise ist eine Krise der Aufklärung. Wenn ihre dringendsten Akteure die Grundlagen des Problems nicht verstehen oder nicht verstehen *wollen*, dann gleicht das einem Architekten, der den Unterschied zwischen Beton und Knete nicht kennt. Das Bauwerk, das wir dringend benötigen – die Dekarbonisierung – steht dann von vornherein auf tönernen Füßen.“ Die bevorstehende Debatte im Landtag von Baden-Württemberg verspricht, unter dem Schatten dieses wissenschaftlichen Fehltritts zu stehen. Es geht nicht mehr nur um Wahlkampf, sondern um die Glaubwürdigkeit des politischen Projekts Klimaschutz selbst.
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