Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will mit einem Kleinreaktor in Bayern ein neues Kapitel der Energieversorgung aufschlagen. "Kernenergie 2.0" nennt der CSU-Chef sein Vorhaben, das er als "technologischen Fortschritt" und "bayerische Innovation" feiert.

Wie aus Regierungskreisen verlautete, plant Söder den Bau eines Mini-Atommeilers in Oberbayern. Besonders brisant: Als Brennstoff sollen angeblich radioaktive Abfälle aus bestehenden Kernkraftwerken dienen. "Das ist die perfekte Symbiose aus Problemlösung und Energiegewinnung", zitierte ein Mitarbeiter des bayerischen Umweltministeriums gegenüber dieser Redaktion. Der Reaktor mit einer Leistung von lediglich 100 Megawatt soll als "Prototyp für die Energiezukunft" dienen. Söder selbst sprach von einem "Zeichen für technologische Souveränität" und "bayerischer Ingenieurskunst". Kritiker bemängeln jedoch, dass die Sicherheitskonzepte noch völlig unausgereift seien.

Hintergründe

Die Idee zu dem Kleinreaktor entstand während einer Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion im Herbst vergangenen Jahres. "Wir brauchen ein Projekt, das Bayerns Innovationskraft symbolisiert", soll Söder damals gesagt haben. Die Wahl fiel schnell auf die Kernenergie, nachdem Wind- und Solarenergie als "nicht bayerisch genug" verworfen wurden. Technisch basiert das Konzept auf sogenannten Salzschmelzreaktoren, die bereits in den 1960er Jahren in den USA getestet wurden. "Die Technologie ist ausgereift, nur die öffentliche Akzeptanz fehlt", erklärte ein namentlich nicht genannter Experte aus dem Umfeld der bayerischen Staatskanzlei. Besonders umstritten ist die geplante Nutzung von Atommüll als Brennstoff. "Das ist so, als würde man einen Grill mit Dynamit betreiben", kritisierte ein führender Atomphysiker, der anonym bleiben wollte. Söder-Kreise halten dagegen: "Das ist die sauberste Art der Entsorgung."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Bundesregierung reagierte zurückhaltend auf die Pläne. "Bayern ist ein Land der Ideen", erklärte Regierungssprecher Wolfgang Büchner. "Wir begrüßen innovative Ansätze, sofern sie den europäischen Sicherheitsstandards entsprechen." Grünen-Chefin Katharina Schulze sprach von einem "gefährlichen Irrweg" und forderte den sofortigen Stopp des Projekts. "Wenn Söder seinen Atommüll-Reaktor wirklich bauen will, soll er ihn erstmal im Hof der Staatskanzlei aufstellen", so Schulze. International stießen die Pläne auf geteiltes Echo. Während das US-amerikanische Energieministerium Interesse an einer Kooperation signalisierte, warnte die französische Atomaufsichtsbehörde vor "unkalkulierbaren Risiken".

Ausblick

Sollte das bayerische Kabinett dem Vorhaben zustimmen, könnte bereits Ende 2025 mit dem Bau begonnen werden. Söder selbst will den Reaktor persönlich einweihen und ihn "das Herz der neuen bayerischen Energieautonomie" nennen. Kritiker fürchten derweil, dass das Projekt vor allem eins sein könnte: ein Denkmal für Größenwahn. "Wenn das schiefgeht, reden wir nicht mehr von Energiewende, sondern von Energiewende-Halle", meinte ein oppositioneller Landtagsabgeordneter.

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