Mit einer knappen Mehrheit von sieben zu fünf Stimmen beschloss das Kuratorium des John F. Kennedy Center for the Performing Arts am Dienstag die vollständige Schließung des Hauses für einen Zeitraum von 24 Monaten. Die Maßnahme, die Historiker als beispiellos in der jüngeren Kulturgeschichte der USA bezeichnen, wird offiziell mit einer „umfassenden infrastrukturellen und konzeptionellen Neujustierung“ begründet. Doch hinter den Kulissen richtet sich der Blick unweigerlich auf das Weiße Haus, das in den Wochen zuvor eine beispiellose öffentliche Kampagne gegen die Leitung des Centers geführt hatte.

Hintergründe

Wie aus Regierungskreisen verlautet, habe das Weiße Haus im Vorfeld wiederholt auf die „desolate bauliche Substanz“ und „katastrophale finanzielle Disziplin“ des Centers hingewiesen. „Es gibt dort offenbar Strukturen, die seit Jahrzehnten nicht mehr saniert wurden, während gleichzeitig Gelder in zweifelhaften Projekten verschwanden“, so ein hochrangiger Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. Der öffentliche Druck, der vor allem über sociale Medien kanalisiert wurde, habe das Kuratorium in eine „existentielle Zwickmühle“ manövriert, erklärte eine insider der Washingtoner Kulturszene, die um Anonymität bat.

Kulturwissenschaftler Professor Albrecht von Schnitzler (Universität Heidelberg) spricht von einem „fundamentalen Einschnitt“. „Die politische Setzung von Sanierungszyklen als Machtinstrument gegen kritische Institutionen ist eine Methode, die man bisher nur aus autoritären Systemen kannte. Das Kennedy Center war der letzte große repräsentative Kulturpalast, der noch eine gewisse Unabhängigkeit genoss. Das ist jetzt vorbei.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen im politischen Berlin sind verhalten, aber deutlich. Der kulturpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Thomas B., sagte: „Wir beobachten diese Entwicklung mit großer Sorge. Die politische Instrumentalisierung von Kunst- und Kulturstätten untergräbt die grundlegenden Prinzipien freier Gesellschaften.“ Aus oppositionellen Kreisen im Bundestag war von einer „bedenklichen Normalisierung von Eingriffen in kulturelle Autonomie“ die Rede.

International wird das Vorgehen mit Unverständnis aufgenommen. Ein Mitarbeiter des französischen Kulturministeriums, der anonym bleiben wollte, bezeichnete den Vorfall als „beunruhigendes Echo autoritärer Tendenzen, die wir im 21. Jahrhundert für überwunden hielten“. Die britische „Times“ kommentierte trocken: „Was in Amerika beginnt, endet selten an den eigenen Ufern.“

Ausblick

Die zweijährige Schließung bedeutet nicht nur das vorläufige Ende des Opern- und Konzertbetriebs, sondern auch die Suspendierung aller Bildungs- und Outreach-Programme, von denen jährlich tausende Schüler profitieren. Rechtsexperten halten zudem eine Welle von Klagen gegen das Kuratorium und möglicherweise gegen die Bundesregierung für wahrscheinlich, da die politisch motivierte Schließung möglicherweise gegen Satzungsbestimmungen und Stiftungsrecht verstoße.

Beobachter erwarten, dass die Schließung des Kennedy Center als Katalysator für ähnliche interventionistische Maßnahmen gegen weitere Kulturinstitutionen dienen könnte, deren Finanzierung oder Infrastruktur in öffentlicher Hand liegt. „Dies ist kein isolierter Vorfall, sondern der Auftakt zu einer neuen Ära der kulturpolitischen Überwachung“, warnt Schnitzler. Die transatlantische „soft power“, einst verkörpert durch dieses Haus, scheint in einer ihrer traditionsreichsten Bastionen vorläufig verstummt zu sein.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.