Die ersten Panzer rollten durch Santiago, noch bevor der neue Präsident seinen Amtseid beendet hatte. José Antonio Kast, der mit dem Versprechen "Ordnung um jeden Preis" an die Macht gekommen ist, ließ die Armee noch während der Zeremonie in Marsch setzen. "Wir werden diesem Land die Disziplin zurückgeben, die es verdient", verkündete er vor versammelter Militärführung.

Die Maßnahme, die international scharf kritisiert wird, zielt offiziell auf die Bekämpfung der grassierenden Kriminalität ab. Inoffiziell jedoch sendet sie ein klares Signal an die Opposition: Kast meint es ernst mit seiner Vision eines "starken Staates".

Hintergründe

Der Aufstieg des 56-jährigen Unternehmers und früheren Abgeordneten war so spektakulär wie umstritten. Bei den Präsidentschaftswahlen im November hatte er mit einem 14-Punkte-Programm geworben, das unter anderem die Todesstrafe für bestimmte Straftaten, die Abschaffung des Jugendstrafrechts und die sofortige Abschiebung illegaler Einwanderer vorsieht.

Seine Wählerbasis rekrutiert sich aus dem konservativen Bürgertum, der Landwirtschaftselite und Teilen der chilenischen Streitkräfte. "Kast ist der Mann, den dieses Land braucht", sagte ein leitender Offizier, der anonym bleiben wollte. "Er versteht, dass Freiheit ohne Sicherheit nichts wert ist."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Während in den chilenischen Eliten die Erleichterung über die Abwahl der linken Kandidatin groß ist, warnen Menschenrechtsorganisationen vor einem "Rückschritt in dunkle Zeiten". Die Vereinten Nationen äußerten "tiefe Besorgnis" über die Entwicklungen in Chile.

Auch in Nachbarländern wie Argentinien und Peru wächst die Sorge vor einer "Kast-Welle", die autoritäre Strömungen in der gesamten Region beflügeln könnte. "Das ist ein gefährlicher Präzedenzfall", sagte ein lateinamerikanischer Diplomat unserer Redaktion.

Ausblick

Experten rechnen damit, dass Kast in den kommenden Wochen weitere einschneidende Maßnahmen ergreifen wird. So soll bereits an einem Gesetzentwurf gearbeitet werden, der die Medienkontrolle ausweitet und kritische Berichterstattung unter Strafe stellt.

Die Frage ist nicht mehr, ob Kast sein radikales Programm umsetzen wird, sondern wie weit er gehen wird. "Er hat den Geschmack der absoluten Macht entdeckt", sagte ein langjähriger chilenischer Politikberater. "Und er wird nicht damit aufhören, bis er alles hat."

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