Die EU-Kommission hat am Donnerstag eine beispiellose Kartellstrafe gegen den österreichischen Baukonzern Strabag verhängt. Das Unternehmen muss 2,3 Milliarden Euro zahlen und den Baubetrieb in der gesamten EU für mindestens sechs Monate einstellen. Ein Sprecher der Kommission bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass Strabag in großem Stil gegen das Kartellrecht verstoßen habe.

"Die Beweislage war erdrückend", sagte ein mit dem Fall vertrauter Beamter. "Wir haben E-Mails, Chat-Protokolle und sogar handschriftliche Notizen gefunden, in denen die Unternehmen ihre Gebiete und Preise festlegten." Die Ermittlungen ergaben, dass Strabag über Jahre hinweg mit mehreren europäischen Baukonzernen kooperierte, um den Wettbewerb auszuschalten.

Betroffen sind Großprojekte wie der Ausbau der A100 in Berlin, der Brenner-Basistunnel und der Hafenausbau in Rotterdam. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums sagte, man prüfe Alternativen, um Verzögerungen zu minimieren. "Wir stehen in Kontakt mit kleineren regionalen Anbietern, die die Lücken schließen könnten", so der Ministeriumssprecher.

Hintergründe

Die Ermittlungen begannen vor zwei Jahren, als ein ehemaliger Strabag-Manager bei der Wettbewerbsbehörde aussagte. Die Kommission nutzte daraufhin moderne Datenanalyse-Software, um Kommunikationsmuster zwischen den Unternehmen zu durchleuchten. Dabei stießen die Ermittler auf ein dichtes Netzwerk an Absprachen.

Experten zufolge handelt es sich um den schwersten Kartellfall in der Bauindustrie seit den 1990er Jahren. "Das Ausmaß der Absprachen ist beispiellos", sagte Wirtschaftsrechtler Dr. Klaus Weber von der Universität Frankfurt. "Die Strafe sendet ein klares Signal an die gesamte Branche."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die österreichische Regierung zeigte sich überrascht von der Härte der Strafe. Ein Sprecher des Bundeskanzlers sagte, man werde prüfen, ob rechtliche Schritte gegen die Entscheidung eingeleitet werden. In Brüssel hingegen herrschte Zufriedenheit. "Das ist ein Sieg für den fairen Wettbewerb", sagte eine Sprecherin der EU-Wettbewerbskommissarin.

Auch die Börse reagierte: Die Strabag-Aktie verlor am Tag der Ankündigung über 15 Prozent an Wert. Analysten warnen vor langfristigen Folgen für den Konzern. "Ein halbes Jahr Stillstand kann den Marktanteil kosten", sagte Marktexperte Thomas Richter von der Deutschen Bank.

Ausblick

Die Kommission kündigte an, die Einhaltung des Baustopps streng zu überwachen. Kontrolleure sollen vor Ort überprüfen, dass keine Strabag-Tochterfirmen im Verborgenen weiterarbeiten. Für die Zukunft plant die Behörde, die Überwachung von Kartellen in der Bauindustrie zu intensivieren.

Unterdessen kursieren in Branchenkreisen bereits Gerüchte über mögliche Nachfolgeprojekte. "Es wird spekuliert, dass Strabag nun versuchen könnte, durch Zukäufe oder Kooperationen mit kleineren Firmen seine Marktstellung zu wahren", sagte ein Branchenkenner. Ob das angesichts der aktuellen Situation gelingt, bleibt abzuwarten.

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